McDonald's Big Mac

Neuer Big-Mac-Index Billiger Yuan, teurer Franken

Stand: 17.01.2020, 10:25 Uhr

Längst ist der vom "Economist" erstellte Big-Mac-Index zu einem beachteten Indikator für die Kaufkraft unterschiedlicher Währungen geworden - auch in diesem Jahr.

Besonders glücklich schätzen können sich derzeit wohl die chinesischen Fastfood-Liebhaber, müssen sie doch für einen Big Mac von McDonald's nur 21,50 Yuan - das sind 3,12 Dollar - berappen. Noch günstiger ist der berühmte Doppel-Burger nur in einigen Schwellenländern wie der Türkei, Russland oder Südafrika.

Am teuersten ist der Big Mac in der Schweiz. Dort kostet er 6,50 Franken, was umgerechnet 6,73 Dollar entspricht. Auch in Norwegen müssen die Kunden mehr für einen Big Mac hinlegen als in den USA: umgerechnet 5,95 Dollar.

Dollar bleibt teuer

Das ist das Ergebnis des neuesten vom britischen Wirtschaftsmagazin "Economist" erstellten Big-Mac-Index. Der Index misst einmal im Jahr die Kaufkraft verschiedener Währungen im Vergleich zum Dollar am Beispiel des Big Mac.

Big Mac Index

Big Mac Index. | Bildquelle: The Economist, Grafik: boerse.ARD.de

Die neueste, in dieser Woche erschienene Ausgabe, zeigt, dass die meisten Währungen im Vergleich zum Dollar, der globalen Leitwährung, zwar etwas aufgewertet haben, doch bleibt der "Greenback" immer noch verhältnismäßig teuer.

Präsident Donald Trump hält ihn sogar für überbewertet und hat deshalb Notenbankchef Jerome Powell wiederholt aufgefordert, den Leitzins zu senken, um den Dollar weniger attraktiv zu machen. Wirklich genützt hat die Lockerung der Geldpolitik wenig.

Vorteil Euro

Angesichts des Handelsstreits, der allgemeinen wirtschaftlichen Abkühlung in vielen Teilen der Welt, bleibt der Dollar einen gefragte Währung. In einigen Ländern wie der Türkei und Russland mit vielen hausgemachten wirtschaftlichen Problemen, erscheinen die lokalen Währungen sogar 60 Prozent unterbewertet gegenüber dem Dollar.

Glaubt man dem Big-Mac-Index des "Economist" sind derzeit nur zwei Währungen gegenüber dem Dollar überbewertet: der Schweizer Franken und die Norwegische Krone. Auch die Bürger und Unternehmen aus dem Euroraum kommen in den Genuss eines Wettbewerbsvorteils: die Gemeinschaftswährung ist laut dem Big-Mac-Index 19 Prozent billiger als der Dollar.

Ob sich daran in absehbarer Zeit etwas ändert, ist mehr als ungewiss, steht doch eine Anhebung des Leitzinses in der Eurozone auf absehbare Zeit nicht auf der Agenda.

lg