Zinszeichen hinter dem Colosseum in Rom.

Rendite von Italiens Staatsanleihen zeitweise über 2,00 Prozent

Stand: 24.04.2020, 15:34 Uhr

Nach dem enttäuschenden EU-Gipfel, bei dem sich die Staatschefs nicht auf ein Corona-Konjunkturprogramm einigen konnten, sind die Renditen der italienischen Staatsanleihe auf bis 2,1 Prozent gestiegen. Am frühen Nachmittag rutschten sie wieder auf 1,886 Prozent und damit den niedrigsten Stand seit dreieinhalb Wochen. Analysten halten es für möglich, dass Wertpapierkäufe der Europäischen Zentralbank hinter dem Kursanstieg stehen. Noch am Freitag wollte die Ratingagentur S&P Global ihre Einschätzung der italienischen Kreditwürdigkeit überprüfen. Derzeit kommt Italien auf ein "BBB"-Rating - nur zwei Punkte über dem sogenannten Ramsch-Bereich. In den kommenden Monaten ist das Risiko einer Abstufung groß.