Mark Zuckerberg

Kosten für persönliche Sicherheit gestiegen Zuckerberg, der Sicherheitsfreak

Stand: 16.04.2018, 08:12 Uhr

Das Gehalt von Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat sich im vergangenen Jahr um die Hälfte erhöht. Allerdings nimmt es sich im Vergleich zu seinen Aktien-Milliarden sehr bescheiden aus. Und es wird fast ausschließlich für Zuckerbergs persönliche Sicherheit ausgegeben.

Es dürfte wahrscheinlich einfacher sein, zu den US-Goldbeständen im berühmten Fort Knox vorzudringen als in Zuckerbergs private Umgebung. Der Facebook-Chef verwendet fast sein gesamtes Einkommen beim Internet-Giganten für seine persönliche Sicherheit.

Gehalt fließt ins private Anwesen und den Privatjet

Laut einer Mitteilung der US-Börsenaufsicht hat sich Zuckerberg im vergangenen Jahr einen Anstieg seiner Vergütungen um fast 50 Prozent auf 8,9 Millionen Dollar gegönnt. Davon flossen allein 7,3 Millionen Dollar in Schutzvorrichtungen in seinem Privatanwesen im kalifornischen Palo Alto. Ein Jahr zuvor waren dafür 4,9 Millionen Dollar ausgegeben worden.

Außerdem werden durch die Vergütung des Facebook-Chefs auch seine Reisen in einem Privatjet abgerechnet. Zuckerberg ist für Facebook viel unterwegs und hatte zuletzt angekündigt, alle US-Bundesstaaten zu besuchen, in denen er noch nicht war.

Facebook: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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Die Haupteinkünfte Zuckerberg bestehen freilich in den Aktienpaketen an dem von ihm gegründeten Unternehmen, sowie aus den regelmäßig sprudelnden Dividendeneinnahmen. Der 33Jährige arbeitet ansonsten für ein Grundgehalt von einem symbolischen Dollar.

Reich durch Reden

Zuckerberg hatte im Zuge des Datenskandals der vergangenen Woche zunächst mehrere Milliarden Dollar an Aktienvermögen durch den gesunkenen Aktienkurs bei Facebook verloren. In der vergangenen Woche allerdings sorgten offenbar gut verlaufene Anhörungen vor dem US-Kongress wieder für ein Anziehen des Aktienkurses. Binnen einer Stunde während der Auslassungen vor dem US-Parlament war Zuckerbergs Vermögen wieder um drei Milliarden Dollar gestiegen.

Auch "konstruktiv" verlaufene Gespräche mit der EU-Kommission am vergangenen Donnerstag dürften die Facebook-Aktie weiter stützen. Facebook hatte zuvor angekündigt, neue Datenschutzrichtlinien zu erlassen, die am 25. Mail in Kraft treten. Sie sollen verhindern, dass verschiedene Anwendungen (Apps) persönliche Nuterdaten ausspähen können.

AB