US-Präsident Donald Trump (r.) und der chinesische Präsident Xi Jinping

Zollstreit bremst Welthandel

Stand: 24.11.2019, 11:14 Uhr

Der weltweite Handel mit Waren und Dienstleistungen ist in diesem Jahr nach einer Studie des Kreditversicherers Euler Hermes um 1,5 Prozent gewachsen. Das sei das niedrigste Wachstum der vergangenen zehn Jahre. Die Wachstumsrate bezieht sich auf die Menge der gehandelten Güter. Gemessen am Wert werde Ende dieses Jahres sogar ein Minus von 1,7 Prozent zu Buche schlagen, das vor allem dem Einbruch bei den Rohstoffpreisen geschuldet sei.

Neben dem schwachen Wirtschaftswachstum könne ein beträchtlicher Teil der Einbußen direkt auf die großen Unsicherheiten und die höheren Zölle durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China zurückgeführt werden. Im laufenden Jahr seien 1.291 neue Handelsbarrieren errichtet worden, nach einem Rekord von 1.382 im Vorjahr.

Die USA hätten sich auf ein Zollniveau von durchschnittlich acht Prozent wie zuletzt in den 70er Jahren zurückentwickelt. Ende 2017 waren es noch drei Prozent.