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Womit Microsoft sein Geld verdient Breit aufgestellter Softwareriese

Microsoft

Microsoft-Chef Satya Nadella sprach im Oktober von einem "großartigen Start ins Geschäftsjahr 2018/19". In seinem ersten Geschäftsquartal verdiente der weltgrößte Software-Anbieter aus dem amerikanischen Redmond mit 8,8 Milliarden Dollar rund ein Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz kletterte von Anfang Juli bis Ende September um 19 Prozent auf fast 29,1 Milliarden Dollar. Auch sein operatives Ergebnis konnte das einst von Bill Gates gegründete Unternehmen um stolze 29 Prozent auf etwa zehn Milliarden Dollar steigern.

Womit Microsoft sein Geld verdient Breit aufgestellter Softwareriese

Microsoft

Microsoft-Chef Satya Nadella sprach im Oktober von einem "großartigen Start ins Geschäftsjahr 2018/19". In seinem ersten Geschäftsquartal verdiente der weltgrößte Software-Anbieter aus dem amerikanischen Redmond mit 8,8 Milliarden Dollar rund ein Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz kletterte von Anfang Juli bis Ende September um 19 Prozent auf fast 29,1 Milliarden Dollar. Auch sein operatives Ergebnis konnte das einst von Bill Gates gegründete Unternehmen um stolze 29 Prozent auf etwa zehn Milliarden Dollar steigern.

 Microsoft-Chef Satya Nadella während eines Vortrages über Cloud-Lösungen

Cloud-Lösungen
Jahrzehntelang war das Betriebssystem Windows das Fundament des Microsoft-Geschäfts. Mittlerweile sind die intelligenten Cloud-Dienste hinsichtlich des Wachstums das Maß aller Dinge. Die Sparte "Intelligent Cloud" ist inzwischen fast genauso groß wie die traditionellen Bereiche.

Und das Geschäft brummt weiter. Der Cloud-Umsatz stieg im vergangenen Quartal um 76 Prozent. Zwar rutschte das Wachstum der Azure-Plattform für Unternehmen gegenüber den Vorquartalen etwas ab, blieb aber dennoch auf einem hohen Niveau. Mit einem geschätzten Jahresumsatz von 16,7 Milliarden Dollar ist Microsoft im Cloud-Geschäft zur Nummer zwei im Markt hinter "AWS" von Amazon aufgestiegen. Die beiden Anbieter und Google stellen sowohl Privat- wie auch Geschäftskunden Speicherplatz in der Datenwolke zur Verfügung.

Microsoft Office 365

Office
Auch die gefragte Büro-Software hat zum Gewinnsprung des Konzerns aus Redmond im Bundesstaat Washington erheblich beigetragen. Allein die Online-Version "Office 365" legte um kräftige 36 Prozent zu.

 LinkedIn-Schild vor der Zentrale in Mountain View, Kalifornien

LinkedIn
Wie Office gehört LinkedIn zur Sparte "Productivity and Business Processes". Zusammen machen sie etwa 34 Prozent der Einnahmen von Microsoft aus. Das Ende 2016 übernommene Online-Karriereportal steigerte seine Erlöse zuletzt um 33 Prozent.

Über 500 Millionen registrierte Nutzer in mehr als 200 Ländern pflegen oder knüpfen über LinkedIn ihre Geschäftsbeziehungen. Damit gehört die Plattform zu den 50 meistaufgerufenen Websites. Zur Übernahme des Online-Netzwerks zahlte Microsoft damals einen satten Aufschlag von 49,5 Prozent: 196 Dollar je Aktie. Damit war LinkedIn 26,2 Milliarden Dollar wert.

Silhouette eines Mannes vor Leinwand mit Microsoft Windows 10-Schriftzug

Windows
Selbst die klassische PC-Sparte mit dem Windows-Geschäft hat wieder Tritt gefasst. Sie wuchs im Sommer um 15 Prozent. Das frühere Kerngeschäft schwächelte zwischenzeitlich, macht aber mit zuletzt 10,7 Milliarden Dollar immer noch einen Großteil der Einnahmen des Konzerns aus.

Laut Statista war Windows im Juli dieses Jahres immer noch auf acht von zehn Rechnern dieser Welt installiert. Nach Angaben von Microsoft sinkt zwar die Nachfrage von Privatkunden, der Vertrieb an Unternehmen läuft aber weiterhin.

X-Box One X

Xbox
Besonders stark entwickelte sich die ebenfalls in der PC-Sparte geführte Gaming-Abteilung mit der Spielkonsole Xbox, deren Erlöse um 44 Prozent zulegten. Kein Wunder: So ist die Xbox One doch schon seit dem ersten Verkaufstag im Jahr 2014 mehr als beliebt. Allein damals wurden über eine Million Konsolen verkauft.

Mittlerweile nutzen etwa 57 Millionen Menschen weltweit den Online-Dienst Xbox Live, um gegeneinander über das Internet zu spielen.

Microsoft Edge- und Explorer-Logos

Internetbrowser
„Das wird der Browser, an den Nutzer denken, wenn sie Dinge schaffen wollen, der schnellste Browser für Windows 10.“ So stellte Microsofts Windows-Produktchef Joe Belfiore im April 2015 seinen neuen Internetbrowser für Windows 10 vor. Microsoft wollte das Image des lahmen Internet Explorers hinter sich lassen und einen Web-Browser bauen, der schneller sein sollte als die Konkurrenz. Im November 2018 hatte Edge jedoch laut Messungen des Analsyetools NetMarketShare nur einen Marktanteil von 4,3 Prozent. Selbst der Explorer ist mit gut elf Prozent Marktanteil erfolgreicher – mit weitem Abstand führend ist Googles Chrome mit 63 Prozent. Die Weiterentwicklung von Edge wurde daher eingestellt, künftig soll der Browser eine Variation von Chrome werden.

Microsoft-Tablet Surface 3

Surface
Der Laptop von Microsoft brachte dem Hersteller im vergangenen Quartal einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro. Das waren fast 14 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Microsoft Lumia 650

Smartphones
Microsoft und Handys - das war bisher keine Erfolgsgeschichte. 2013 kaufte das Unternehmen für 5,44 Milliarden Euro die Mobilfunksparte des finnischen Herstellers Nokia. Im April 2014 wurde die Übernahme abgeschlossen, seitdem fungierte die Handyproduktion als Tochtergesellschaft unter dem Namen Microsoft Mobile. Kurz nach der Übernahme stellte Microsoft einige Serien ein. 2016 verkündete Microsoft auch das Ende der bekannten Lumia-Reihe mit dem Windows-Betriebssystem, wobei die Aktualisierung der Software bei den letzten Geräten noch bis Dezember 2019 erfolgt.

Allerdings kommen immer wieder neue Gerüchte auf. Im Juli beispielsweise machte ein angeblich geleakter Chatverlauf eines Microsoft-Mitarbeiters die Runde, nach dem der Konzern neue Smartphones entwickeln soll - dieses Mal auf Android-Grundlage.

Computerbildschirm mit den Logos von Microsoft und Skype

Skype
Auch der Videokonferenz-Anbieter gehört zu Microsoft. 2011 kaufte der Softwareriese das schwedische Unternehmen für 8,5 Milliarden Dollar, die bisher dahin teuerste Übernahme in seiner Geschichte. Skype ersetzte den Windows Live Messenger.