Klaus Nieding

DSW-Vizepräsident Nieding an Wirecard-Aktionäre Wirecard: "Zunächst einmal die Füße still halten"

Stand: 08.02.2019, 14:42 Uhr

Berichte der "Financial Times" über einen angeblichen Bilanzskandal sorgten in den vergangenen Tagen für mehrere Kursstürze bei Wirecard. Klaus Nieding, Anlegeranwalt und Vizepräsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) erklärt, was Aktionäre nun tun sollten.

boerse.ARD.de: Wirecard-Aktionäre haben momentan nicht viel zu lachen. Seit Ende Januar stürzte die Aktie im Zuge der "FT"-Berichte um über 40 Prozent ab. Wie sollten sich die Anleger des Zahlungsdienstleisters Ihrer Meinung nach jetzt verhalten?

Wirecard: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
152,10
Differenz relativ
-1,87%

Klaus Nieding: Zunächst einmal die Füße still halten. Die Verluste sind bereits im Aktienkurs enthalten. Daher macht es aktuell wenig Sinn, diese Verluste auf ungesicherter Sachlage zu realisieren. Die Anleger sollten daher gar nichts machen.

boerse.ARD.de: Wirklich gar nichts?

Nieding: Natürlich sollten die Aktionäre das Thema weiter verfolgen, auch in den Medien. Sie müssen abwarten, bis die Lage eindeutig und klar ist.

boerse.ARD.de: Und dann?

Nieding: Aktionäre sollten schauen, ob am Ende ein Schadensersatz für die Verluste möglich ist. Das ist auch unser Ansatz. Wir als DSW prüfen aktuell, ob Schadensersatzansprüche für Anleger geltend gemacht werden können.

Das Gespräch führte Till Bücker.