Wirecard-Bankkarten

Zahlungsdienstleister mit prallen Zahlen Wirecard dreht am großen Rad

Stand: 15.11.2017, 09:12 Uhr

Der Trend zum Bezahlen im Internet sorgt beim TecDax-Unternehmen weiterhin für blendende Geschäfte. Auch im dritten Geschäftsquartal sprudelten Umsätze und Gewinne. Die Aktie liegt genauso im Trend.

Wirecard-Papiere haben sich in den zurückliegenden zwölf Monaten mehr als verdoppelt und gehören damit zu den stärksten Aktien im deutschen Tech-Auswahlindex. Auch am Mittwochmorgen legen sie im frühen Handel rund drei Prozent zu. Die Abwicklung von Zahlungsdiensten im Internet spielt für viele privaten Verbraucher, aber auch für Firmen eine immer wichtigere Rolle.

Wirecard sieht sich, wohl nicht ganz zu Unrecht, als Gewinner in einer Phase der "digitalen Transformation". "Wir profitieren stark von einem sich beschleunigenden Trend zur Digitalisierung in allen Branchen und Vertriebskanälen", so Vorstandschef Markus Braun.

Wachstumsziffern halten Schritt mit der Aktie

Die aktuellen Zahlen bestätigen dies offenbar. Das Geschäft mit der Abwicklung von Zahlungen im Internet sorgte zusammen mit Zukäufen für ein Umsatzplus von knapp 52 Prozent auf 405,9 Millionen Euro. Das Ebitda (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) kletterte um 35 Prozent auf 110,1 Millionen Euro.

Zum Nettoergebnis machte Wirecard am Mittwoch nur Neunmonatsangaben. Nach Steuern verdiente der Konzern damit in den ersten drei Quartalen mit 168,5 Millionen 33,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Wirecard: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
188,30
Differenz relativ
+0,03%

Im laufenden Jahr will das auf Basis des Ebitda 398 bis 415 Millionen Euro erreichen, das wäre ein Plus von bis zu 35 Prozent. Wirecard hatte bereits vor drei Wochen Eckdaten zum abgelaufenen Quartal vorgelegt und dabei erneut den Ausblick für das Ebitda angehoben.

Anaylsten sehen noch Luft nach oben

Trotz des guten Laufs der Aktie in den vergangenen Monaten sehen auch die Analysten den Titel auf dem derzeitigen Niveau bei 84 Euro noch nicht ausgereizt. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hält inzwischen 95 Euro für erreichbar. Die Experten der britischen Barclays Bank sehen sogar 100 Euro als Ziel. Die regionale Expansion und die Wertschöpfungskette in Sachen Zahlungsabwicklung sehen die Experten als Hauptargument für ihren Optimismus.

AB