Toyota 4Runner

Starkes US-Geschäft Wie Toyota von der SUV-Liebe der Amis profitiert

Stand: 06.02.2018, 09:58 Uhr

Die Liebe der Amerikaner zu großen Stadtgeländewagen kommt Toyota zugute. Dank guter Nachfrage nach neuen Modellen in den USA hat Japans größter Autobauer erneut die Prognose angehoben.

Der nach Volkswagen zweitgrößte Autohersteller der Welt rechnet jetzt für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr mit einem operativen Ergebnis von 2,2 Billionen Yen, umgerechnet 16 Milliarden Euro. Das wäre ein Plus von rund zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte das Unternehmen am Dienstag in Tokio mit.

Es ist schon das dritte Mal in diesem Geschäftsjahr, dass Toyota die Prognose erhöht. Zuletzt hatte der Autohersteller einen Anstieg auf 2,0 Billionen Yen in Aussicht gestellt. In den ersten neun Monaten stieg das operative Ergebnis von Toyota um 14 Prozent auf knapp 1,8 Billionen Yen.

Honda war schon vorgeprescht

Grund für den Optimismus ist die gute Nachfrage in den USA, dem größten Markt des japanischen Konzerns. Dabei profitiert der Autobauer wie die Konkurrenz vor allem von der Liebe der Amerikaner zu großen Stadtgeländewagen (SUV). Auch Honda hatte in der vergangenen Woche aus diesem Grund die Prognose angehoben.

Toyota erhöhte außerdem die Absatzprognose für Nordamerika leicht und geht nun von dem Verkauf von 2,81 Millionen Fahrzeugen aus, nach zuvor 2,79 Millionen. Weltweit will der Autobauer nun 10,3 Millionen Wagen verkaufen, auch dies ist etwas mehr als zuvor prognostiziert.

Schwacher Yen als Treiber

Auch profitiert Toyota vom schwachen Yen. Dieser ermöglicht es Toyota, im Ausland weniger zu verlangen, ohne dabei weniger in der heimischen Währung zu erhalten. Wie seine Wettbewerber gewährt der Konzern seinen Kunden zum Teil deutliche Preisnachlässe, um die Verkäufe anzuschieben.

Allerdings liegen diese nach Berechnungen des Institutes Autodata mit durchschnittlich 2.585 Dollar pro Fahrzeug weit entfernt von dem, was die US-Autohersteller General Motors und Ford mit 5.193 Dollar und 4.182 Dollar an Rabatten in den Raum stellen.

Toyota-CEO Akio Toyoda präsentiert

Akio Toyoda. | Bildquelle: dpa

Super Start ins Jahr

Dabei erwischte Toyota einen guten Jahresstart und erreichte in den USA im Januar laut Autodata einen Marktanteil von 14,5 Prozent, übertroffen nur von GM mit 17,2 Prozent. Ford kam auf 13,9 Prozent.

Toyota will im laufenden Geschäftsjahr seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf einen Rekordwert von knapp 1,1 Milliarden Yen erhöhen. Der Konzern will sich verstärkt den Themen elektrifiziertes und autonomes Fahren widmen. Präsident Akio Toyoda will hier mit seiner Firma eine Führungsrolle einnehmen.

dpa-AFX

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