Model S, Model X, Model 3, Model Y (von lInks nach rechts)

Wegen Corona Wie Tesla kontaktlos Autos ausliefert

Stand: 17.04.2020, 12:13 Uhr

In den ersten drei Monaten dieses Jahres hat Tesla 103.000 Autos produziert - so viele wie noch nie. Doch wie kommen die Wagen in Tagen der allgemeinen Kontaktsperre an den Kunden oder die Kundin? Hier hat sich der Autobauer was ganz Besonderes ausgedacht - in Kalifornien.

Tatsächlich ist die Corona-Krise auch an Tesla nicht spurlos vorbei gegangen. Erst musste der E-Autopionier seine Fabrik in Shanghai schließen, dann sein Hauptwerk im kalifornischen Fremont. Dennoch ist es Tesla nach eigenen Angaben gelungen, im ersten Quartal knapp 88.000 Fahrzeuge auszuliefern.

Dabei musste der Autobauer seine bisherige Überstellungsmethode komplett umstellen, weil die in Kalifornien besonders harten Ausgangs- und Kontaktsperren eine Übergabe im konventionellen Stil unmöglich gemacht hat. Deshalb hat Tesla dort die kontaktlose Auslieferung eingeführt. Kunden können ihr neues Tesla Model Y durch eine App und ganz ohne Berührung und menschlichen Kontakt auf bestimmten Parkplätzen in der Region abholen.

Entriegeln mit der App

Tesla: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
440,50
Differenz relativ
+6,41%

Mit Hilfe der Over-the-Air-Konnektivität können Besitzer ihren Stromer durch die Tesla App entriegeln. Im Fahrzeug befinden sich die relevanten Dokumente, die dann einfach nur unterzeichnet und vor Ort abgegeben werden müssen. Wie genau diese "Abgabe" erfolgt, führt Tesla in einer Pressemitteilung zu dem Thema nicht genauer aus. Der Autobauer betont aber, dass diese Methode für eine "bequeme und komfortable“ Übergabe sorge.

Tesla verweist zudem auf einen weiteren Vorzug seiner Fahrzeuge. So seien seine Modelle S und X mit einem HEPA-Filterschutz ausgerüstet, um die Luft in den Fahrzeugen "klinisch" rein zu halten. Dabei habe man sich an den Luftfiltern aus Krankenhäusern und keimfreien Räumen aus der Raumfahrt orientiert. Die Abkürzung HEPA steht gemeinhin für "High Efficiency Particulate Air" und wird für Technologien verwendet, die mit hoher Wirksamkeit gegen Schwebeteilchen in der Luft vorgehen.

Autofilter schützen nicht vor Corona

Tesla zufolge sind die selbst hergestellten Filter "um mehrere Hundert Mal" so effizient wie die Systeme in herkömmlichen Autos. Allerdings: Vor den Corona-Viren schützen auch sie nicht. Trotzdem sollen nach Medienberichten in China die Mitarbeiter der staatlichen Gesundheitsdienste mit Autos ausgestattet werden, die eine ähnliche Luftfilterung wie die FFP2-Atemschutzmasken garantieren. Diese besonders in Krankenhäusern verwendeten Masken versprechen eine Reduzierung der Schwebepartikel um 95 Prozent. Neben Tesla will nun auch der chinesische Autohersteller Geely seine Autos mit einem solchen Filtersystem ausstatten.

lg