T-Mobile-Chef John Legere

WeWork umgarnt T-Mobile-US-Chef Legere

Stand: 12.11.2019, 15:54 Uhr

Um dem angeschlagenen Büroraum-Anbieter WeWork wieder auf die Beine zu helfen, will der japanische Technologieinvestor Softbank mit einer spektakulären Personalie auftrumpfen.

Laut eines Berichts des "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen hat es der Softbank-Chef auf niemand geringeren abgesehen als den erfolgreichen Chef der Telekom-Tochter T-Mobile US, John Legere. Dennoch spreche WeWork auch mit anderen Kandidaten.

Legere hat T-Mobile US vorangebracht

In den vergangenen Jahren hat der 61-Jährige T-Mobile US zu einem der ertragreichsten Felder des Telekom-Konzerns gemacht. Derzeit steht T-Mobile US und damit auch John Legere kurz vor der Fusion mit dem Konkurrenten Sprint.

Beim deutschen Telekom-Konzern kommt der Stil des US-Managers allerdings nicht besonders gut an. Seine hohe Vergütung, in Höhe von 66,5 Millionen Dollar 2018, sorgte hierzulande für Kopfschütteln. Dies könnte seinen Wechsel befeuern. Laut dem Bericht ist aber noch nicht klar, ob es der Softbank-Chef schafft, Legere für einen Wechsel zu WeWork zu begeistern.

T-Mobile-Aktie fällt

T-Mobile US: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
69,95
Differenz relativ
+0,36%

Der Bericht sorgte an der Börse für Verunsicherung unter den T-Mobile-US-Anlegern. Zwischenzeitlich sank der Kurs um bis zu vier Prozent, konnte sich zuletzt aber wieder etwas erholen.

Softbank muss für das einstige Vorzeige-Start-up WeWork dringend einen neuen Chef finden. Zuletzt hatte es schlechte Nachrichten gehagelt. So scheiterte der Börsengang, die Bewertung krachte zusammen und das Geld wurde knapp - bis Softbank weitere Milliarden Dollar in das Unternehmen pumpte und seitdem die Mehrheit besitzt.

ms/dpa-AFX