Delia Fischer - Gründerin von Westwing
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Aktie fällt unter Ausgabepreis Westwing: Kursrakete geht anders

Stand: 09.10.2018, 18:05 Uhr

Das Börsendebüt des Online-Möbelhändlers Westwing verläuft ausgesprochen schwach: Die Aktie sank zeitweise deutlich unter den Ausgabepreis. Zur Eröffnung hatte es noch nach einem soliden Start ausgesehen.

Der erste Westwing-Kurs stand zwar mit 26,49 Euro über dem Ausgabepreis von 26 Euro, dann aber tauchte die Aktie schnell deutlich ins Minus ab. Zeitweise war sie bis auf 22,61 Euro gefallen, am Ende des Xetra-Handels schloss das Papier bei 25,25 Euro. Das erst sieben Jahre alte Unternehmen hatte am Montag 5,06 Millionen Aktien zu je 26 Euro zugeteilt. Der Ausgabepreis lag damit genau in der Mitte der ursprünglichen Preisspanne von 23 bis 29 Euro.

So rege wird dann doch nicht nachgefragt

Westwing hatte die Zeichnungsfrist zuvor übrigens wegen starker Nachfrage um zwei Tage verkürzt. Die 5,06 Millionen Papiere seien um ein Vielfaches überzeichnet, hatte ein Insider mitgeteilt. Solche Sätze schürten natürlich die Hoffnung der Anleger auf ein gutes Geschäft.

IPO Westwing Group

IPO Westwing. | Bildquelle: colourbox.de, Montage: boerse.ARD.de

Ein Viertel der Anteile sind damit im Streubesitz, der größte Eigner Rocket Internet lässt seine Beteiligung auf von 30 auf knapp 23 Prozent abschmelzen. Westwing nimmt mit der Emission 132 Millionen Euro ein. Das Geld will Westwing unter anderem zur Expansion im Ausland und zur Tilgung von Schulden verwenden.

ts