Sieger, Gewinner, Erfolg: Daumen hoch

Reihenweise Prognoseanhebungen Wer hätte das gedacht?!

Stand: 13.02.2018, 07:21 Uhr

Positive Überraschung programmiert: Die Mehrheit der Dax-Konzerne schneidet laut einer Studie besser ab als erwartet.

Dax

Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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57 Prozent der 30 Dax-Unternehmen korrigierten ihre Prognose im Verlauf des Jahres mindestens einmal nach oben, wie aus einer Analyse des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY hervorgeht. Nur zehn Prozent der Unternehmen aus der höchsten deutschen Börsenliga mussten ihre Gewinn- oder Umsatzerwartungen kassieren.

Damit hat sich die Lage im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert: 2016 sprachen noch 63 Prozent der Dax-Konzerne Gewinn- oder Umsatzwarnungen aus.

Starke Konjunktur vs. starker Euro

»Die Konjunktur hat sich in den vergangenen Monaten besser entwickelt als erwartet - sowohl in Europa als auch in anderen Regionen wie Asien und Nordamerika. Viele Unternehmen hatten das Geschäftsjahr vorsichtig geplant, für diese kam die weiterhin sehr positive Entwicklung überraschend.«

EY-Partner Marc Förstemann

Andererseits führten den Angaben zufolge steigende Rohstoffpreise, der stärkere Euro, die Politik der US-Regierung unter Donald Trump sowie die nachlassende Dynamik der britischen Wirtschaft nach dem Brexit-Votum im Sommer 2016 bei einigen Unternehmen zu Einbußen.

Deutsche Bank ein Flop, Autokonzerne top

Zu den negativen Ausreißern im Jahr 2017 gehörte die Deutsche Bank. Sie litt dabei auch unter der US-Steuerreform; der negative Effekt belief sich auf rund 1,4 Milliarden Euro im vierten Quartal.

Dagegen konnten die ebenfalls im Dax notierten Autokonzerne Daimler und BMW von den Änderungen profitieren.

Die Prognose wurde nur selten getroffen

Öffnet man den Blick über den Dax-Tellerrand hinaus, so bestätigt sich das positive Bild – zumindest auf den ersten Blick: Die Zahl der positiven Korrekturen stieg von 89 auf den Rekord von 199.

Zugleich sprachen von allen 304 Unternehmen aus dem strenger regulierten Prime Standard der Deutschen Börse 95 im vergangenen Jahr Gewinn- oder Umsatzwarnungen aus. Das waren 44 Prozent mehr als im Vorjahr und der höchste Wert seit 2011, als die Analyse erstmals durchgeführt wurde.

Mit anderen Worten: Die ursprünglich aufgestellte Prognose hatte nur im seltensten Fall etwas mit der Realität zu tun.

ag

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Interessant, interessant… EY-Studie

2017 haben laut einre Studie des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY 95 von 304 Unternehmen aus dem Prime Standard eine Umsatz- oder Gewinnwarnung ausgesprochen.

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