Warren Buffett

Warren Buffett erhöht Anteil an Apple weiter Wenn das keine Liebe ist

Stand: 04.05.2018, 08:52 Uhr

Seit knapp zwei Jahren ist das Orakel von Omaha in den iKonzern investiert und hat mit immer größeren Summen nachgekauft, zuletzt Ende letzten Jahres. Jetzt kommt noch einmal ein Paket dazu.

Kurz vor dem Aktionärstreffen seiner Beteiligungsfirma Berkshire Hathaway in Omaha (Nebraska) hat Starinvestor Warren Buffett den Kauf eines weiteren Apple-Pakets von 75 Millionen Aktien bekannt gegeben. Damit hält Berkshire nun rund 240 Millionen Aktien und ist drittgrößter Investor des iPhone-Konzerns. Bei einem derzeitigen Kurs von 176,89 Dollar entspricht das einem Gesamtwert von knapp 42,5 Milliarden Dollar. Apple war laut Bloomberg bereits zuvor Berkshires größte Beteiligung.

Dem Sender CNBC sagte der Milliardär, Apple sei eine unglaubliche Firma. "Wenn man sich Apple anschaut, dann verdient es meiner Meinung nach fast doppelt so viel wie das zweitprofitabelste Unternehmen in den USA.“ Zu den Gründen für sein Engagement hatte der 87-Jährige zuvor gesagt: "Apple hat eine enorme Kundenbindung. Das Ökosystem ist außerordentlich stark. Man ist durch das Apple-Produkt, das man benutzt, darin sehr, sehr gefangen, zumindest  psychologisch. Das iPhone ist ein Produkt mit hoher, enormer Anziehungskraft“, so Buffett.

Schwächelnden Kurs ausgenutzt

Die Ankündigung des Starinvestors kam nur wenige Tage, nachdem Apple überraschend gute Quartalszahlen vorgelegt hatte, die der Aktie einen weiteren Schub verliehen haben. Neben einem Reingewinn von 13,8 Milliarden Dollar kündigte der Konzern auch einen Aktienrückkauf in Höhe von 100 Milliarden Dollar an - eine gute Nachricht für Großaktionär Berkshire Hathaway.

Wie bereits in der Vergangenheit hat Buffett offenbar auch diesmal die Schwäche der Apple-Aktie in den zurückliegenden Monaten genutzt, um sein Engagement weiter zu erhöhen. Bei 90 Dollar war er vor knapp zwei Jahren zum ersten Mal bei Apple eingestiegen. Seitdem hat sich der Wert des Unternehmens beinahe verdoppelt.

Buffett hat selbst kein iPhone, aber...

Zuletzt hatte Berkshire Hathaway im vierten Quartal letzten Jahres massiv Apple-Aktien zugekauft. Zum Stichtag 31.12.17 war Apple mit einem damaligen Gesamtvolumen von 28 Milliarden Dollar bereits die größte Aktienposition der Beteiligungsgesellschaft. Der Durchschnittskaufpreis belief sich auf 125,73 Dollar. Gestern ist die Apple-Aktie bei 176,89 Dollar aus dem Handel gegangen.

Dabei gibt Warren Buffett zu, dass er selbst kein iPhone besitzt. Auch von der Sorge um einen Rückgang der Verkäufe, weil der Markt übersättigt ist und die Apple-Geräte zu teuer sind, wischt Buffett beiseite. "Ich selbst habe keinen Bezug dazu, aber ich sage Tim Cook immer: Solange ich kein iPhone habe, ist der Markt nicht saturiert. Nachdem ich eins gekauft habe, gibt es wahrscheinlich keine Käufer mehr."

Raus aus IBM

IBM

IBM: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
117,95
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-5,64%

Die Beteiligung am Computer-Dino IBM baute Berkshire Hathaway im Auftaktquartal hingegen komplett ab. 2011 hatte Buffett mehr als zehn Milliarden Dollar dort investiert, was er angesichts der chronischen Umsatzschwäche des Konzerns später selbst als Fehler bezeichnete. Bereits im Vorquartal war der Anteil um 94 Prozent geschrumpft.

lg

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