HHLA Container-Terminal im Hamburger Hafen

Alles auf Kurs Welthandel beschert HHLA Gewinnanstieg

Stand: 14.11.2017, 11:39 Uhr

Gute Aussichten im Norden: Die Hamburger Hafen und Logistik AG verzeichnet einen kräftigen Gewinnanstieg. Damit setzen sich die Entwicklungen der ersten Quartale auf hohem Niveau fort - die Aktie reagiert positiv.

Im Vergleich zu den Zahlen vom Vorjahreszeitraum kletterte der Konzernumsatz um rund acht Prozent auf 943 Millionen Euro. Zugleich verbuchte das Logistikunternehmen einen Anstieg beim Ebit von rund 22 Prozent auf 155 Millionen Euro. Für Anleger bedeutet das ebenfalls eine Verbesserung: Das Ergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter stieg um rund 30 Prozent auf 79 Millionen Euro.

Der Welthandel boomt

Damit setzt die HHLA die positive Entwicklung der ersten Quartale fort. Grund dafür ist der wachsende Welthandel mit China, Russland und der Ostseeregion. In seinen Terminals in Hamburg und Odessa konnte das SDax-Unternehmen den Containerumschlag im Vergleich zum Vorjahr um fast elf Prozent verbessern.

Das Wachstum der Bahn- und Straßentransporte sorgte für ein weiteres Plus beim Containertransport. Damit stieg der Umsatz der Intermodalgesellschaften, der zweiten Geschäftssäule, um fast acht Prozent auf 312 Millionen Euro.

Auch an der Börse läuft es rund für die HHLA. Die Aktie stieg bis Dienstagmittag um rund drei Prozent auf rund 28 Euro an. Seit Jahresbeginn legte die Aktie um 58 Prozent zu und gehört damit zu den stärksten Werten im SDax.

Die erfreuliche Zwischenbilanz hatte das Unternehmen erwartet: Bereits im Mai korrigierte es seine Jahresprognosen nach oben. Mit den Zahlen zum dritten Quartal sieht sich die HHLA nun weiterhin auf Kurs.

Der Vorstand rechnet mit einem Ebit zwischen 150 bis 170 Millionen Euro, sowie 134 bis 155 Millionen für den Teilkonzern Hafenlogistik. Die anstehende Einmalbelastung für die Angleichung von Altersversorgungssystemen in Höhe von zehn Millionen Euro ist bereits im Betriebsergebnis (Ebit) verrechnet. Ebenso die mögliche Einmalbelastung  durch den Umbau der Containersparte in Höhe von 15 Millionen.

Elbvertiefung bleibt auf der Wunschliste

Elbe bei Hamburg

Elbe bei Hamburg. | Bildquelle: NDR

Die HHLA profitiert zwar von den positiven Entwicklungen in der Weltwirtschaft, doch es bleiben Unsicherheiten. So verlangsame der schwankende internationale Warenverkehr das strukturelle Wachstum, so der Vorstand. Ein weiteres Problem bleibt die ausstehende Elbvertiefung. "Wir warten weiterhin auf den Beginn der Arbeiten zur Fahrrinnenanpassung der Elbe", sagte die Vorstandsvorsitzende Angela Titzrath.

Die Verschiebung der Arbeiten zur Elbvertiefung hatten der HHLA-Aktie zu Anfang des Jahres fallende Kurse beschert. Durch den Ausbau erhofft sich die Industrie steigende Umsätze. Die nächsten Verhandlungen sollen am 16. November  im Bundesverwaltungsgericht in Leipzig starten.

jz