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Wehe, wenn die HNA shoppen geht… Von Deutsche Bank bis Hilton Hotels

Chinesische Flagge spiegelt sich in den Deutsche Bank Türmen

Deutsche Bank

Seit dem Frühjahr 2017 hat sich die HNA Schritt für Schritt bei der Deutschen Bank eingekauft. Mit einem Anteil von 9,9 Prozent hält die HNA nun mehr Aktien von Deutschlands größtem Geldhaus als der Investmentriese Blackrock und Katar. Aktuell ist das HNA-Aktienpaket rund 3,3 Milliarden Euro wert. Es ist nicht der einzige Deal der Chinesen in Deutschland.

Wehe, wenn die HNA shoppen geht… Von Deutsche Bank bis Hilton Hotels

Chinesische Flagge spiegelt sich in den Deutsche Bank Türmen

Deutsche Bank

Seit dem Frühjahr 2017 hat sich die HNA Schritt für Schritt bei der Deutschen Bank eingekauft. Mit einem Anteil von 9,9 Prozent hält die HNA nun mehr Aktien von Deutschlands größtem Geldhaus als der Investmentriese Blackrock und Katar. Aktuell ist das HNA-Aktienpaket rund 3,3 Milliarden Euro wert. Es ist nicht der einzige Deal der Chinesen in Deutschland.

Ryanair-Maschinen auf dem Vorfeld des Flughafens Hahn

Flughafen Hahn

Für den defizitären Regionalflughafen Hahn im rheinland-pfälzischen Hunsrück musste die HNA nur 15,1 Millionen Euro hinlegen. Zuvor war der Verkauf an den ebenfalls aus China stammenden Käufer SYT, der sich als reine Briefkastenfirma entpuppte, spektakulär gescheitert.

Hilton Hotel Las Vegas

Hilton Hotels

Ihre Beteiligung an den Hilton Hotels ließ sich die HNA indes ordentlich was kosten: Der 2016 geschlossene Deal beläuft sich auf 6,5 Milliarden Dollar für 25 Prozent. Es ist aber bei Weitem nicht der einzige Hotel-Deal der HNA im Ausland.

Radisson Blu in Berlin

Carlson Hotels

So gehören seit April 2016 auch die amerikanische Carlson Hotels inklusive der Mehrheitsbeteiligung an der schwedischen Rezidor Hotel Group zur HNA. Zu Carlson Hotels gehören Marken wie Radisson Blu, Park Plaza oder Park Inn by Radisson. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

NH Hotels in Berlin

NH Hotels

An der spanischen Hotelkette NH Hotels ist HNA mit gut einem Drittel beteiligt. Das Familienunternehmen Barcelo will allerdings NH übernehmen und so einen neuen Hotelriesen schmieden. Analysten rechnen mit Blick auf den akuten Geldbedarf der HNA mit einem Ausstieg der Chinesen. Um Schulden zu refinanzieren, machte die HNA bereits Anfang November einen Teil ihrer NH-Beteiligung zu Geld.

Ingram Micro

Ingram Micro

Nicht nur in Europa, auch in den USA sind die Chinesen aktiv. 2016 übernahm HNA den amerikanischen IT-Großhändler Ingram Micro. Kostenpunkt: sechs Milliarden Dollar. Die Firma wurde mittlerweile von der New Yorker Börse genommen.

Container der Gategroup-Tochter Gategourmet

Gategroup

Auch die Gategroup-Aktie können Anleger nicht mehr handeln. 2016 erstand die HNA den Schweizer Airline-Caterer für 1,5 Milliarden Dollar. Das Ganze hat jetzt ein Nachspiel: Die Schweizer Übernahmekommission hat kürzlich erklärt, dass die Angaben von HNA bei der Übernahme von Gategroup "unwahr bzw. unvollständig" gewesen seien.

Dufry-Shop am Flughafen Mailand-Malpensa, Italien

Dufry

An dem Schweizer Reisedetailhändler Dufry, bekannt durch seine Duty-free-Shops an Flughäfen, hält die HNA mittlerweile 20,9 Prozent. Aktueller Marktwert des Aktienpakets: rund 1,4 Milliarden Euro.

Anthony Scaramucci

Sky Bridge

Dass die HNA-Beteiligungen gerade von politischer Seite kritisch gesehen werden, zeigt dieses Beispiel: Anfang Januar kauft die HNA den Hedgefonds Sky Bridge von Anthony Scaramucci. Der Wert von Sky Bridge wurde damals mit rund 250 Millionen Dollar angegeben. Scaramucci machte im Sommer Schlagzeilen, als er nach nur zehn Tagen als Pressesprecher des Weißen Hauses gefeuert wurde. Laut Experten spielten dabei die engen Kontakte Scaramuccis zu China eine Rolle. Aber wohl auch die obszöne Schimpforgie des ehemaligen Goldman-Sachs-Bankers über seine Kollegen im Weißen Haus.

Mehr zum Thema: Deutsche Bank/HNA: Ging da alles mit rechten Dingen zu?

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