Warren Buffett trinkt eine Cola

Dividendenaristokrat und Markenmacht Warum Coca-Cola Liebling von Warren Buffett ist

Stand: 16.02.2018, 13:31 Uhr

Macht Coca-Cola dick und dumm? Schaut man sich Warren Buffett an, hat man nicht den Eindruck. Der legendäre US-Investor schwört seit Jahren auf den Brause-Konzern. Doch die beste Zeit für den Softdrink-Giganten scheint vorbei.

In nahezu allen Winkeln der Welt ist die Dose mit dem rot-weißen Logo bekannt. Selbst in Kuba und Nordkorea wird die braune Brause verkauft. 94 Prozent der Weltbevölkerung kennen Coca-Cola. Doch der Mythos bröckelt.

Viele haben keinen Durst mehr auf die braune Brause

Der weltweit größte Getränkekonzern steckt in einer Identitätskrise. Seit Jahren schrumpft der Umsatz. Der Gewinn ist so niedrig wie kurz nach der Finanzkrise. Dagegen holt Erzrivale PepsiCo zunehmend auf und wächst beim Umsatz und Gewinn – im Gegensatz zu Coca-Cola.

Coca-Cola-Dosen

Coca-Cola-Dosen. | Bildquelle: Imago

Verbraucherschützer und Gesundheitspolitiker werfen dem Brausekonzern vor, Kinder dick, dumm und süchtig zu machen. Großbritannien hat bereits eine Sonderabgabe für süße Getränke eingeführt, die besonders Coca-Cola schadet. Und auch in der EU wird über Maßnahmen gegen zu viel Zucker in Lebensmitteln diskutiert. Der Coca-Cola-Konzern fängt langsam, an umzudenken. Er plant, den Zuckeranteil in seinen Produkten zu reduzieren und will verstärkt gesündere Getränkealternativen wie Eistee, Smoothies oder Säfte anbieten. Doch bisher hat das den Abwärtstrend bei Coca-Cola nicht stoppen können.

Aktie hinkt dem Markt hinterher

Coca-Cola: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
38,60
Differenz relativ
-0,75%

Auch an der Börse hat der Softdrink-Konzern den Anlegern zuletzt weniger geschmeckt- Die Aktie entwickelte sich in den letzten zwei Jahren eher seitwärts. Auf Ein-Jahres-Sicht hat der Titel in Dollar über zehn Prozent zugelegt, hinkt damit aber der Performance von S&P 500 und Dow hinterher. Auf Euro-Basis ist der Kurs dagegen gefallen.

Langfristig gesehen lohnt sich das Investment in Coca-Cola aber. Wer 1919 eine Aktie gekauft hätte, würde nun bei einer Reinvestition der Dividenden um fast zehn Millionen Dollar reicher sein.

Buffett liebt Coca-Cola

Zu den großen Coca-Cola-Fans gehört denn auch Warren Buffett. Die US-Investmentlegende ist seit über 25 Jahren Großaktionär beim Getränkekonzern. Über seine Beteiligungsfirma Berkshire Hathaway hält er knapp zehn Prozent Anteile an Coca-Cola. Auch privat setzt Buffett auf das Brausegetränk. Er trinkt vor allem Cherry Coke. Einst soll Buffett gesagt haben, er beziehe 25 Prozent seiner täglichen Kalorien aus Cola-Getränken.

Was Buffett vor allem gefällt, ist die Markenmacht von Coca-Cola. Der Konzern besitzt einen "Burggraben", das heißt einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Firmen, der nicht einfach zu überwinden ist. Selbst ein "Schinkensandwich" könne Coca-Cola leiten, soll Buffett einmal scherzhaft gesagt haben.

Ein echter Dividendenaristokrat

Zudem ist Coca-Cola ein verlässlicher Dividendenaristokrat. Seit 55 Jahren hat der Konzern aus Atlanta die Dividenden für die Aktionäre kontinuierlich erhöht. Auch für 2018 stehen die Chancen gut, dass die Anleger eine höhere Ausschüttung erhalten. Die Dividendenrendite liegt bei 3,3 Prozent – und damit höher als der Durchschnitt der S&P500-Konzerne. Einige Analysten zeigen sich inzwischen etwas optimistischer für Coca-Cola.

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