Blick bei Nacht über den Rhein auf das BASF-Werk Ludwigshafen
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Aktie bricht ein Warum China und der Rhein BASF Millionen kosten

Stand: 10.12.2018, 09:15 Uhr

Dass es in diesem Jahr bei BASF nicht rund lief, war spätestens seit dem Gewinneinbruch im dritten Quartal klar. Doch nun kommt alles noch viel schlimmer. Die Anleger reagieren enttäuscht.

Die am Freitagabend nach Börsenschluss und unter der euphemistischen Überschrift "Anpassung des Ausblicks für das Geschäftsjahr 2018" veröffentlichte Mitteilung hatte es in sich. Auf Grundlage der Ergebnisdaten für November 2018 geht BASF nunmehr von einem deutlichen Rückgang des operativen Ergebnisses (Ebit) vor Sondereinflüssen im laufenden Geschäftsjahr 2018 von 15 Prozent bis 20 Prozent aus.

Bisher wurde ein leichter Rückgang von bis zu 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert prognostiziert. Im vergangenen Jahr hatte BASF ein Ebit vor Sondereinflüssen von 7,645 Milliarden Euro ausgewiesen.

Hohe Belastungen durch die Trockenheit

Zu dem Einbruch trägt vor allem das Chemiegeschäft bei. Hier seien insbesondere die Isocyanatpreise stärker gesunken und die Crackermargen geringer als erwartet. Darüber hinaus dürften sich im laufenden vierten Quartal in dieser Größenordnung bisher nicht prognostizierte Belastungen von voraussichtlich bis zu 200 Millionen Euro durch den niedrigen Wasserstand des Rheins ergeben, teilt das Unternehmen mit.

Im dritten Quartal konnten die daraus resultierenden Ergebnisbelastungen auf rund 50 Millionen Euro begrenzt werden. Daneben schwächte sich das BASF-Geschäft mit der Autoindustrie weiter ab, besonders die Nachfrage von Kunden in China habe sich deutlich verlangsamt. Dazu habe auch der Handelskonflikt zwischen den USA und China beigetragen.

Aktie sackt ab

Beim Umsatz erwartet BASF unverändert einen leichten Anstieg von bis zu fünf Prozent. Die Zahlen für 2018 will BASF wie geplant am 26. Februar vorlegen. Am Aktienmarkt kam die Gewinnwarnung schlecht an. Am Montag eröffnete die BASF-Aktie den Xetra-Handel vier Prozent im Minus und war Schlusslicht im Dax. Damit hat das Papier seit seinem Hoch im Januar 40 Prozent an Wert eingebüßt.

lg