Warren Buffett
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Anteile angehoben Warren Buffett steht auf Apple

Stand: 15.02.2018, 08:29 Uhr

Starinvestor Warren Buffett glaubt weiter an die Erfolgschancen des iPhone-Herstellers Apple. Er hat deshalb seine Anteile, noch vor der jüngsten Kursschwäche, kräftig aufgestockt.

Buffetts Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway hat das vierte Quartal 2017 genutzt, um ihren Anteil an dem kalifornischen Techkonzern um 31,2 Millionen Titel auf rund 165 Millionen Aktien auszubauen, wie am Morgen aus einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht hervorgeht. Zum Schlusskurs von Apple am Abend hatte die Beteiligung einen Wert von knapp 28 Milliarden Dollar.

Damit ist Apple nun Berkshires größte Aktienanlage, knapp vor der skandalgebeutelten US-Bank Wells Fargo. Hier beläuft sich der Anteil auf 27,8 Milliarden Dollar. Ferner gab Berkshire eine Beteiligung am israelischen Pharmariesen Teva im Wert von 358 Millionen Dollar bekannt.

Apple-Aktionär seit 2016

Berkshire Hathaway ist seit dem ersten Quartal 2016 Aktionär von Apple – obwohl Buffett lange Zeit als Skeptiker gegenüber Technologiewerten galt und nur in Firmen investierte, deren Geschäftsmodell er versteht. Letzteres ist bei Apple tatsächlich sehr einfach, das Unternehmen stellt iPhones, Tablets und andere Computer her.

Bereits im vierten Quartal 2016 hatte der Star-Investor seine Beteiligung aufgestockt. Im ersten Quartal 2017 griff er noch einmal kräftig zu: Zum 31. März lagen im Vergleich zum Vorquartal mehr als doppelt so viele Apple-Anteilsscheine im Portfolio und auch im zweiten Quartal 2017 hatte Buffett minimal zugekauft. Offenbar ist der Investor zufrieden mit dem Technologiekonzern aus dem Silicon Valley.

IBM-Anteile weitgehend verkauft

Vom IT-Urgestein IBM hat Buffett dagegen genug - die Beteiligung schrumpfte im Schlussquartal 2017 um 94 Prozent auf nur noch zwei Millionen Aktien im Wert von gut 300 Millionen Dollar. 2011 hatte Berkshire Hathaway mehr als zehn Milliarden Dollar in den seit langem unter Umsatzschwund leidenden Computer-Dino gesteckt. Das Investment entpuppte sich jedoch als Flop. Kein glückliches Händchen hatte Buffett auch bei der in San Francisco ansässigen Bank Wells Fargo. Sie hat die Existenz von Millionen Konten von Privatkunden erfunden, um ihre Bilanz aufzublähen.

Die auch für die Bankenaufsicht zuständige US-Notenbank Fed hat Wells Fargo kürzlich einen Wachstumsstopp verordnet. Dies gelte so lange, bis der systematische Verstoß gegen Richtlinien, der zur Ausbeutung von Kunden geführt habe, beseitigt und die internen Kontrollen ausreichend verbessert seien, teilte die Fed mit. Konkret bedeutet das, dass die Bank ihre Bilanzsumme vorerst auf dem Niveau von Ende 2017 einfrieren muss. Zudem muss das Finanzinstitut bis April drei Verwaltungsräte austauschen und einen weiteren bis Ende des Jahres.

lg