Warren Buffett

Rote Zahlen Warren Buffett macht Quartalsverlust

Stand: 06.05.2018, 13:00 Uhr

Staranleger Warren Buffett hat beim jährlichen Aktionärstreffen seiner Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway einen seltenen Verlust vermeldet. Neue Bilanzregeln haben sich negativ ausgewirkt.

Im ersten Quartal fiel unter dem Strich ein Minus von 1,2 Milliarden Dollar an, wie das Unternehmen am Samstag mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte es noch einen Gewinn von 4,1 Milliarden Dollar gegeben.

Der starke Rückgang lag allerdings allein an einer neuen Bilanzierungsmethode, bei der der Marktwert bislang unrealisierter Investments fortlaufend ausgewiesen werden muss. Das operative Ergebnis legte hingegen von 3,6 Milliarden auf 5,3 Milliarden Dollar zu.

Willkommen im Woodstock des Kapitalismus

Dennoch lief es im Tagesgeschäft zuletzt weniger rund. Die Erlöse sanken von 64,4 Milliarden auf 58,5 Milliarden Dollar, was insbesondere an gesunkenen Prämien in Berkshire Hathaways großer Versicherungssparte lag.

UBS-Aktionäre warten auf die Eröffnung des Buffetts

Hauptversammlung Buffett.

Im Vordergrund der von den Besuchern als "Woodstock des Kapitalismus" bezeichneten Hauptversammlung stehen ohnehin weniger die Zahlen als vielmehr der Starkult um den inzwischen 87-jährigen Börsen-Guru Buffett. Zehntausende Aktionäre aus der ganzen Welt pilgern jedes Jahr in dessen Heimatstadt Omaha im US-Bundesstaat Nebraska, um das Wochenende in der Nähe ihres Idols verbringen zu können.

Der 87-jährige Buffett steht seit über 50 Jahren an der Spitze von Berkshire Hathaway. Der Konzern ist unter anderem in der Versicherungs-, Energie-, Bahn-, Nahrungsmittel-, Bekleidungs- und Immobilienbranche aktiv.

rtr/dpa