Porträt von Warren Buffett vor einem Dollarregen

Laut der neuen Pflichtmitteilung Warren Buffett hat wieder umgeschichtet

Stand: 16.05.2018, 08:44 Uhr

Warren Buffett hat zuletzt nicht nur seine Anteile an Apple aufgestockt. Auch die Ratiopharm-Mutter Teva und der Saatguthersteller Monsanto haben es ihm angetan.

Dabei hat die Beteiligungsgesellschaft des Milliardärs, Berkshire Hathaway, ihren Anteil an der Ratiopharm-Mutter Teva verdoppelt. Sie hält nun 40,5 Millionen Hinterlegungsscheine (ADRs) des israelischen Generikaherstellers im Wert von 693 Millionen Dollar. Ein Großteil der Investitionen von 14,8 Milliarden Dollar im ersten Quartal floss aber in Apple, wie aus der Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, die am Abend veröffentlicht wurde.

Auch beim Saatgut-Hersteller Monsanto kaufte Berkshire zu. Buffetts Konglomerat, zu dem auch eine Versicherungssparte und ein Energiegeschäft gehören, kaufte gut sechs Millionen zusätzliche Monsanto-Papiere und hält nun insgesamt 19 Millionen Aktien, nach 11,7 Millionen zuvor.

Teva-Aktien legen zu

Die Teva-Papiere legten nach der Veröffentlichung der Dokumente nachbörslich knapp fünf Prozent zu. Die Monsanto-Aktie stieg dagegen nur leicht um 0,3 Prozent. Wie bereits bekannt, hält Berkshire Hathaway nun 240 Millionen Apple-Aktien im Wert von mehr als 40 Milliarden Dollar. Sie ist damit zum zweitgrößten Anteilseigner des iPhone- und iPad-Herstellers nach der Vanguard Group aufgestiegen. Seitdem ist die Apple-Aktie auf ein neues Rekordhoch gestiegen.

Teva Pharma: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
18,00
Differenz relativ
+0,28%
Apple: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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158,60
Differenz relativ
-0,25%

Den Anteil an dem Verlagshaus Graham Holdings, zu dem früher die "Washington Post" gehörte, verkaufte Berkshire vollständig. Buffett war dort in den 1970er Jahren eingestiegen. Mit der 2001 verstorbenen Herausgeberin Katharine Graham, die kürzlich in Steven Spielbergs neuestem Film "Die Verlegerin" gewürdigt wurde, war er jahrelang befreundet. Die Zeitung wurde 2013 an Amazon-Gründer Jeff Bezos verkauft. Zu Berkshire gehören weiterhin 32 Tageszeitungen.

Raus aus IBM, kein Interesse an GE

Berkshire erhöhte zudem seine Anteile an Delta Airlines und der Bank US Bancorp. Die Beteiligungen an United Continental und Wells Fargo reduzierte Buffett. Seine verbleibenden Aktien in IBM, einst ein großes, aber wenig erfolgreiches Investment, hat Buffett im ersten Quartal dagegen verkauft. Das Aktienportfolio des 87-jährigen Starinvestors war Ende März rund 170 Milliarden Dollar schwer. Zu den größten Positionen gehören neben Apple die Bank of America und Coca-Cola.

Monsanto: Kursverlauf am Börsenplatz Nyse für den Zeitraum Intraday
Kurs
125,88
Differenz relativ
+0,02%

IBM

IBM: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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122,60
Differenz relativ
+0,40%
Coca-Cola: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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35,90
Differenz relativ
+0,28%

Auffallend ist auch, dass sich Buffett, entgegen anders lautender Gerüchte, nicht an dem angeschlagenen Mischkonzern General Electric beteiligt hat. Im März hatte es Spekulationen gegeben, wonach Berkshire an einer Übernahme oder zumindest an einer Beteiligung an dem Siemens-Konkurrenten interessiert sein könnte. Schließlich war er schon einmal, nach der Finanzkrise, an GE beteiligt. Wie aus der Pflichtmitteilung hervorgeht, haben sich die Gerüchte jedoch nicht bestätigt.

lg

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Apple
Ein Großteil der von Warren Buffetts Beteiligungsgesellschaft, Berkshire Hathaway, investierten 14,8 Milliarden Dollar ist im ersten Quartal in Apple geflossen. 240 Millionen Apple-Aktien im Wert von mehr als 40 Milliarden Dollar hat Berkshire nun in seinem Depot.

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