Wacker Chemie Zentrale

Wacker Chemie tritt auf die Kostenbremse

Stand: 20.02.2020, 13:40 Uhr

Der Münchner Chemiekonzern Wacker Chemie will in den nächsten drei Jahren mehr als tausend Arbeitsplätze streichen. Der Löwenanteil - mehr als 80 Prozent - entfalle auf Deutschland, teilte das Familienunternehmen am Donnerstag mit.

Insgesamt will Wacker Chemie 250 Millionen Euro einsparen, um "die Wettbewerbsfähigkeit von Wacker auch für zukünftige Herausforderungen zu stärken und dauerhaft zu sichern", wie Rudolf Staudigl Vorstandschef sagte. Er sprach von einer "härtern Gangart" im Geschäft mit Polysilicium als auch in unseren Chemiebereichen. Ein Sparprogramm war bereits im Herbst angekündigt worden.

2019 machte dem SDax-Unternehmen das schwierige Geschäft mit dem Solarindustriegrundstoff Polysilizium wegen chinesischer Billigkonkurrenz schwer zu schaffen. Aber auch die Silikon-Sparte rund um Schmier- und Dämmstoffe etwa für die Auto- und die Bauindustrie stand unter Druck. Die Aktie legt nach der Ankündigung deutlich zu.