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VW und die Elektrokleinstfahrzeuge VW: Mit dem E-Scooter durch die City brettern

Stand: 06.05.2019, 09:58 Uhr

Volkswagen will in das boomende Geschäft mit Elektro-Tretrollern einsteigen und kooperiert dazu mit einem chinesischen Start-up-Unternehmen. Vor allem Jüngere sehen im E-Scooter einen Beitrag zum Umweltschutz. Aber erst muss eine wichtige Hürde genommen werden.

Der Bundesrat will am 17. Mai über die "Verordnung für Elektrokleinstfahrzeuge" abstimmen, die E-Scooter auf deutschen Straßen erlauben soll. Der Verkehrsausschuss sprach sich vergangene Woche aber dafür aus, dass Gehwege für die Tretroller tabu bleiben sollen. In anderen Ländern gehören solche Fortbewegungsmittel bereits zum Straßenbild. Sie ermöglichen es, in Städten emissionsfrei kurze Strecken zurückzulegen, etwa zum Einkaufen oder zur nächsten Bus- oder Bahnhaltestelle.

"Wir haben jahrzehntelang eine Welt der Mobilität gebaut, bei der das Auto dominant ist, das ändert sich", sagte der Berliner Professor Stephan Rammler zur Eröffnung der Messe "Micromobility Expo" in Hannover.

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An den elektrischen Tretrollern, die bald auch in Deutschland zum Straßenbild gehören könnten, scheiden sich aber die Geister. Einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom zufolge ist jeder zweite Bundesbürger überzeugt, dass die E-Scooter ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz wären. Vor allem Jüngere fordern eine rasche Zulassung. Unter den bis zu 29-Jährigen sind es demnach 71 Prozent. Ältere ab 65 Jahren dagegen sehen vor allem die Gefahren und plädieren mehrheitlich für ein Verbot.

Mit 45 Sachen durch die City brettern

Volkswagen hat den Trend erkannt und setzt auf eine Kooperation mit dem chinesischen Start-up-Unternehmen Niu. Gemeinsam solle das vor gut einem Jahr auf dem Autosalon in Genf vorgestellte Modell "Streetmate" gebaut werden. VW erklärte, durch die Partnerschaft mit Niu wolle der Autobauer seine Kompetenz auf dem Gebiet erweitern, um damit den Kunden umfassende Mobilitätsangebote machen zu können.

Der Streetmate wird von einem Elektromotor angetrieben und beschleunigt laut VW auf bis zu 45 Stundenkilometer, die maximale Reichweite liegt bei 60 Kilometern. Auch andere Hersteller haben solche E-Scooter im Angebot. BMW etwa bietet den X2City an, der über den Kettcar-Hersteller Kettler vertrieben wird.

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VW und die „Sharing Economy“

Auch zum Thema E-Scooter-Sharing scheint es bei VW Überlegungen zu geben: Der Autokonzern prüft laut "Handelsblatt" einen Einstieg. VW lasse von einem Dienstleister bereits E-Scooter mit den Logos seiner Sharing-Plattform We Share für einen kommenden Testbetrieb bekleben, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mit dem Projekt betraute Personen. Dieser Dienstleister aus Dortmund kümmere sich neben dem Branding auch um die Beschaffung. 

Volkswagen bestätigte, dass konkrete Projekte bezüglich Mikromobilität in Arbeit seien. "Derzeit gibt es allerdings noch keine Entscheidung", teilte der Konzern dem "Handelsblatt" mit. 

ts