Passat GTE an einer Ladestation in Manchester
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Milliardeninvestitionen in China VW investiert massiv in "E"

Stand: 16.11.2017, 08:49 Uhr

Der Dax-Konzern stellt die Weichen in seiner Produktion massiv in Richtung Elektromobilität. In China wollen die Wolfsburger die Rahmenbedigungen für strombetriebene Boliden mit hohen Investitionen ausnutzen.

In den kommenden sieben Jahren will Volkswagen im chinesischen Markt in Sachen Elektromobilität richtig durchstarten. Bis zu zehn Milliarden Euro will der Autobauer zusammen mit seinen chinesischen Partnern in die Hand nehmen, um in dem Markt für E-Autos in China Marktanteile zu erobern. Das sagte der China-Chef des Konzerns Jochem Heizmann auf einer Automesse im südchinesischen Guangzhou.

China als Elektro-Vorreiter

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Der Markt für E-Autos startet derzeit schneller als in anderen Teilen der Welt. Staatliche Subventionen beim Kauf eines E-Autos haben China inzwischen zum größten Markt für Elektrofahrzeuge gemacht. Rund eine halbe Million Autos mit alternativen Antrieben waren Ende 2016 bereits auf chinesischen Straßen unterwegs. In vielen Städten des Landes herrschen bereits strenge Zulassungsbeschränkungen für Verbrennungsmotoren.

VW will Heizmann zufolge in China bis 2020 rund 400.000 E-Fahrzeuge jährlich verkaufen. Bis 2025 soll der Absatz auf 1,5 Millionen steigen. Ab 2019 müssen nach einem Punktesystem in dem Land zehn Prozent der in China hergestellten oder importieren Fahrzeuge über einen Hybridantrieb oder einen reinen Elektromotor verfügen.

VWs Elektrostrategie sieht vor, dass bis zum Jahr 2025 insgesamt 80 elektrifizierte Modelle angeboten werden, 50 davon mit reinem Elektroantrieb. 30 sollen sogenannte Hybrid-Modelle sein, also Autos, die über einen Verbrennungs- und Elektromotor verfügen. Ab dem Jahr 2030 soll von allen 300 Modellen der Konzernmarken auch mindestens eine elektrische Variante im Angebot sein. Bis zum Jahr 2030 will der Konzern mehr als 20 Milliarden Euro direkt in die Entwicklung der Elektromobilität investieren.

Mehr E-Golf aus Dresden

Der Trend zum E-Auto zeigt sich bei den Wolfsburgern auch in Deutschland in der Produktion. Laut der "Sächsischen Zeitung" will VW seine Produktion in der Gläsernen Manufaktur in Dresden deutlich steigern. Ab März 2018 soll eine zweite Schicht eingeführt werden, um die steigende Nachfrage nach Elektroautos zu befriedigen. In Dresden wird der "E-Golf" produziert. Den derzeitigen Ausstoß von täglich 35 Autos will man auf 70 Stück verdoppeln.

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Die VW-Aktie hat derweil das Diesel-Abgas-Affäre zumindest im Kurs fast wieder wettgemacht. Mit derzeit 155 Euro ist der "Vorkrisen-Kurs" von 162 Euro nicht allzu weit entfernt und wurde Anfang November sogar wieder erreicht.

AB

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Tesla lehrte die europäischen Autohersteller das Fürchten. Das Unternehmen aus Palo Alto hat mit Elektrofahrzeugen den Markt aufgemischt. Auch in Deutschland hat Tesla die Elektromobilität vorangetrieben - wenn auch nur auf bescheidenem Niveau. Die Bundesnetzagentur listet aktuell 3.211 Ladestationen in ganz Deutschland. Klicken Sie sich durch einige interessante Elektro-Modelle.