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BMW und Daimler legen zu VW mit Absatzeinbruch in den USA

Stand: 02.10.2019, 08:00 Uhr

VW hat im September deutlich weniger Neuwagen in den USA verkauft als im Vorjahreszeitraum. Doch die Wolfsburger waren nicht die einzigen, die einen Rückschlag hinnehmen mussten.

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Insbesondere beim VW Golf und dem volumenstarken Jetta gab es starke Rückgänge der Verkaufszahlen. SUV's aber bleiben stark gefragt: ein Absatzplus von 15 Prozent. In Volkswagens Verkaufsbilanz diesen Jahres sieht der September wie ein Ausrutscher aus - der Absatz brach um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 26.947 verkaufte Neuwagen ein. Nach neun Monaten steht insgesamt ein Verkaufsanstieg von 4,5 Prozent zu Buche.

Probleme auch bei VW-Tochter Audi

Nach dem Einbruch im Zuge des Abgasskandals macht VW mit der Verkaufsbilanz weiter Boden gut. Aber auch andere Hersteller taten sich im September schwer, ihre Neuwagen an den Mann zu bringen. Bei der Volkswagen-Tochter Audi stürzten die Verkäufe im September um satte 17 Prozent ab auf 16.130 Autos. Seit Jahresbeginn verkaufte der Oberklasse-Hersteller 5,3 Prozent weniger Fahrzeuge.

Der Sportwagenbauer Porsche, der ebenfalls zum VW Konzern gehört, konnte seinen Absatz im vergangenen Monat um 2,2 Prozent leicht steigern. 5.213 Fahrzeuge des in Zuffenhausen ansässigen Herstellers kauften Kunden aus den USA.

VW-Rivalen straucheln, BMW und Daimler sind stark

Volkswagens Erzrivale Toyota wurde knapp 17 Prozent weniger Autos bei der US-Kundschaft los. Auch die Hersteller Nissan, Honda und Hyundai erlitten Rückschläge.

Zu den Gewinnern zählten Daimler und BMW. In den USA wurden gut fünf Prozent mehr Mercedes-Benz-Fahrzeuge verkauft das entspricht 27.433 Neuwagen. Dennoch muss Daimler im Gesamtjahr ein leichtes Minus von 0,5 Prozent hinnehmen.

BMW legte im September konzernweit um sechs Prozent auf 27.467 verkaufte Autos zu, die Jahresbilanz der Bayern weist ein Plus von 3,3 Prozent auf.

Absatz sinkt branchenweit

Zwar haben noch nicht alle Hersteller ihre Verkaufszahlen vorgelegt, dennoch zeigt der Trend, dass der vergangene Monat für die US-Autoindustrie wenig erfreulich lief. Nach vorläufiger Schätzung des Fachblatts "Automotive News" sank der Absatz in der gesamten Branche um knapp 13 Prozent. Die Ergebnisse des US-Marktführers General Motors, Ford und Fiat Chrysler werden für den heutigen Mittwoch erwartet.

ms/dpa