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Nun ist es soweit VW: Lkw-Börsengang in zwei Wochen

Stand: 14.06.2019, 07:09 Uhr

Nun ist es hochoffiziell: Der Volkswagen-Konzern will seine Lkw-Sparte Traton am 28. Juni an die Börse bringen. Das Emissionsvolumen liegt im Milliarden-Bereich.

Insgesamt sollen bis zu 57,5 Millionen Aktien inklusive Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) angeboten werden. Damit würden 10 bis 11,5 Prozent von Traton in den Streubesitz wandern. Die Preisspanne liegt bei 27 bis 33 Euro je Traton-Aktie. Volkswagen würde damit zwischen 1,55 und 1,9 Milliarden Euro mit dem IPO einnehmen. Die Papiere sollten zwischen dem 17. und 27. Juni angeboten werden, als erster Handelstag an den Börsen in Frankfurt und Stockholm ist der 28. Juni geplant. "Der Börsengang hat das klare Ziel, Mehrwert für unsere Stakeholder zu schaffen", erklärte Volkswagen-Finanzvorstand Frank Witter.

Verspäteter Börsengang

Ursprünglich hatten die Wolfsburger ihre Sparte mit den Marken MAN und Scania schon vor Ostern an die Börse bringen wollen. Das Vorhaben wurde aber mit Verweis auf ein schwaches Marktumfeld aufgeschoben. Ursprünglich war geplant worden, bis zu 25 Prozent der Anteile zu platzieren. Das hätte Volkswagen dann bis zu sechs Milliarden Euro eingebracht.

Mehr Flexibilität

Hörfunk-Moderatorin Ulla Herrmann
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ARD-Börse: Zweiter Anlauf - VW-Tochter Traton geht an die Börse

Der Lkw- und Bus-Hersteller hat nach früheren Angaben keinen akuten Kapitalbedarf, will sich mit dem Börsengang aber die Möglichkeit schaffen, Übernahmen ohne den Wolfsburger Mutterkonzern zu finanzieren.

Die Nutzfahrzeug-Sparte hatte 2018 ein operatives Ergebnis von 1,7 Milliarden Euro und einen Umsatz von 25,9 Milliarden Euro erreicht.

ME

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