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Größter Autobauer der Welt VW holt sich erneut den Titel

Stand: 30.01.2018, 10:15 Uhr

Es wurde bereits vermutet, nun ist es offiziell: Volkswagen setzt sich wieder an die Spitze der Autobauer. Nebenbei erzielte der deutsche Konzern einen neuen Absatzrekord - und verwies den Rivalen Toyota abermals auf den zweiten Platz.

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Mit dem Verkauf von weltweit 10,74 Millionen Fahrzeugen hatte VW die Nase gegenüber den japanischen Konkurrenten auch 2017 vorn. Die Japaner konnten zwar den globalen Absatz um 2,1 Prozent erhöhen – verkauften aber nur rund 10,38 Millionen Autos, wie Toyota am Dienstag mitteilte.

Wolfsburger erzielen Rekordabsatz

Dem deutschen Konzern aus Wolfsburg gelang damit ein neuer Rekord: Nie zuvor hatte VW bislang so viele Fahrzeuge binnen eines Jahres verkaufen können. Insgesamt verzeichnete der deutsche Autobauer damit ein Plus von 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Auch Toyota strebt Rekorde an: Für das laufende Geschäftsjahr nimmt sich der japanische Konzern einen weltweiten Absatz von rund 10,5 Millionen Autos vor, teilte Toyota Ende Dezember mit. Diese Ankündigung gab der Aktie Schwung: Sie verbuchte seitdem ein Plus von rund 6,72 Prozent.

Neue Kapitel im Abgasskandal

VW-Vorstand Matthias Müller 2015

VW-Chef Matthias Müller. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Den Wolfsburgern dürfte Titel als größter Autobauer der Welt gelegen kommen: Aktuell steht der deutsche Autobauer erneut stark in der Kritik. Im Rahmen des Dieselabgasskandals kamen in den vergangenen Tagen weitere Details ans Licht: VW, Daimler und BMW sollen in Amerika Abgastests an Affen und in Deutschland an Menschen durchgeführt haben. VW-Chef Matthias Müller nannte die Tests nun "inakzeptabel".

An der Aktie gingen die vergangenen Tage nicht spurlos vorbei. Innerhalb der letzten Woche verlor sie um rund 2,34 Prozent und notierte am Dienstagmorgen bei rund 181,90 Euro. Auf Jahressicht erzielte Volkswagen jedoch ein Plus von 23,14 Prozent.

Die umstrittenen Abgastests werden VW wohl noch länger begleiten. Zunächst lässt der Konzern nun prüfen, was nach den Versuchen mit den Affen geschehen ist und wie es ihnen heute geht. Für die Zukunft schließt der Konzern weitere Tierversuche aus. Unterdessen sollen die Abgastests auch Thema im Bundestag werden.

jz

Markus Gürne
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Imageschaden durch Abgastests