Jean-Claude Juncker und Donald Trump
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Erleichterungsrally bei Auto-Aktien VW, Daimler und BMW sagen: Danke Jungs!

Stand: 26.07.2018, 09:05 Uhr

Nach einem Krisentreffen von US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker sind mögliche US-Zölle auf Autos vorerst vom Tisch. Das wird an der Börse natürlich gewaltig gefeiert.

Anteilsscheine von VW und BMW steigen zu Handelsbeginn auf Xetra um mehr als vier Prozent. Daimler-Papiere ziehen um 1,7 Prozent an. Am Mittwoch hatten die Auto-Aktien noch auf den Verkaufslisten der Anleger ganz oben gestanden: Mit Verlusten von jeweils über zwei Prozent waren sie unter den größten Verlierern im deutschen Leitindex.

"Deutschland der große Gewinner"?

"Wenn die Vorschläge in eine verbindliche Vereinbarung umgesetzt werden, wäre Deutschland der große Gewinner", schrieb Analyst Heino Ruland von Ruland Research in einem Kommentar mit Blick auf den Status Deutschlands als Exportland. Allerdings, so schränkte Ruland ein, sei die Politik des US-Präsidenten "erratisch".

Fakt ist: Donald Trump ist in Sachen Vereinbarungen nicht die verlässlichste Person auf Erden. Trotzdem hat dieser Deal gute Chancen zu halten. Denn in diesem Fall hat Donald Trump ein ureigenes Interesse daran, dass die Europäer ihre Zusagen auch halten.

Die Sojabohnen-Connection

Demnach werde die Europäische Union laut Trump "fast sofort damit anfangen, viele Sojabohnen zu kaufen" - und zwar vor allem von Landwirten im Mittleren Westen der USA, die wichtige Unterstützer Trumps und zugleich große Leidtragende des Handelskrieges sind.

China, der weltweit größte Sojabohnen-Exporteur, hatte als Gegenmaßnahme auf US-Zölle unter anderem amerikanische Sojabohnen mit hohen Zöllen belegt.

Vor diesem Hintergrund haben die Autowerte nun die Chance auf eine echte Erholung, die mehr ist als nur ein kurzfristiges Strohfeuer. Der Sojabohnen-Connection und dem unermüdlichen Einsatz von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker sei Dank.

ag

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Gemessen am Absatz liegt BMW in der Rangliste der weltweit größten Autobauer zwar weit abgeschlagen auf dem 14. Platz. Doch in puncto Profitabilität können die Bayern im ersten Halbjahr 2017 ihre Spitzenposition verteidigen. Laut einer Studie der Unternehmensberatung EY belegt BMW mit einer Ebit-Marge von 11,3 Prozent den absoluten Spitzenplatz.