Ein VW Golf GTE steht auf einem Siegerpodest ganz oben

Titel des weltgrößten Autobauers offenbar verteidigt VW bleibt die Nummer eins

Stand: 07.01.2018, 17:23 Uhr

Der VW-Konzern hat den Dieselskandal (fast) überwunden: Im vergangenen Jahr verkauften die Wolfsburger offenbar so viele Fahrzeuge wie nie und blieben weltgrößter Autobauer vor Toyota.

Was sich in den letzten Wochen angedeutet hatte, scheint nun zunehmend zur Gewissheit zu werden: VW dürfte das zweite Jahr in Folge Absatzweltmeister unter den Autokonzernen sein. Laut der "Bild am Sonntag" verkaufte der Konzern 2017 deutlich mehr als 10,5 Millionen Fahrzeuge nach 10,3 Millionen im Vorjahr. Internen Prognosen zufolge rechnet das Unternehmen gar mit etwa 10,7 Millionen Autos, berichtete die Boulevardzeitung.

Offiziell bestätigte VW die Angaben nicht. Der Wolfsburger Autobauer will die weltweiten Absatzzahlen für den Mehr-Marken-Konzern am 17. Januar veröffentlichen.

Toyota erneut abgehängt

Erzrivale Toyota dürfte erneut das Duell mit VW verloren haben. Die Japaner hatten im Dezember für 2017 ein Absatzplus von zwei Prozent angepeilt. Demnach dürften Toyota im vergangenen Jahr  rund um den Globus 10,35 Millionen Fahrzeuge verkauft haben.

VW-Chef Matthias Müller hatte jüngst für 2017 einen neuen Absatzrekord in Aussicht gestellt. In einem Interview mit der "Welt am Sonntag" zu Weihnachten hatte er mit Blick auf das abgelaufene Jahr erklärt: "Betriebswirtschaftlich wird das sicher ganz hervorragend."

Erstmals über 220 Milliarden Euro Umsatz?

Wie die "Bild am Sonntag" weiter berichtete, steuert VW auch beim Umsatz auf neue Bestmarken zu. Erstmals werde 2017 wahrscheinlich die Schwelle von 220 Milliarden Euro übertroffen. Im Vorjahr lagen die Erlöse bei 217,3 Milliarden Euro. Vor allem eine boomende Nachfrage in China sei dafür verantwortlich.

Bei den Marken habe Skoda sehr gut abgeschnitten. Auch Seat und die Kernmarke VW verbuchten deutlich verbesserte Zahlen. Unter den Erwartungen sei dagegen Audi geblieben, hieß es in der Zeitung.

VW-Aktie auf Zweieinhalbjahres-Hoch

Am Aktienkurs lässt sich das gute Abschneiden von VW bereits ablesen. Die Titel des Autobauers notieren inzwischen wieder über dem Niveau von vor dem Abgas-Skandal. Ganz allerdings ist "Dieselgate" noch nicht überwunden. Die Aufarbeitung der jahrelangen Abgas-Manipulationen, die bereits Milliarden kostete, wird auch in diesem Jahr zu weiteren Belastungen führen.

nb