Vonovia-Logo vor der Unternehmenszentrale
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Jahreszahlen vorgelegt Vonovia knackt die Milliarde

Stand: 07.03.2019, 08:38 Uhr

Dass sich mit Immobilien in Zeiten von knappem Wohnraum und steigenden Mieten viel Geld verdienen lässt, beweist niemand so eindrucksvoll wie die Nummer eins der Branche, Vonovia.

Dank zweier Übernahmen in Österreich und Schweden hat Vonovia im vergangenen Jahr beim Gewinn die Milliarde geknackt. Wie das Unternehmen aus Bochum am Morgen mitteilte, kletterte das operative Ergebnis aus dem laufenden Geschäft (FFO I) 2018 um 15,8 Prozent auf 1,07 Milliarden Euro.

Der Konzern traf damit ziemlich genau die Prognosen der Analysten, die mit einem FFO I in Höhe von 1,066 Milliarden Euro gerechnet hatten. Davon sollen auch die Aktionäre profitieren. Vonovia will die Dividende auf 1,44 (Vorjahr: 1,32) Euro je Aktie anheben.

Vonovia: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
47,55
Differenz relativ
-0,08%

Vonovia ist im vergangenen Jahr mit dem Kauf der BUWOG in Österreich und Victoria Park in Schweden erneut deutlich gewachsen. Inzwischen verwaltet der Konzern fast 400.000 Wohnungen, davon rund 23.000 in Österreich und rund 14.000 in Schweden.

Nahezu voll vermietet

Der Gesamtverkehrswert beträgt derzeit nach eigenen Angaben rund 44,2 (2017: 33,4) Milliarden Euro. Am Jahresende 2018 war der Wohnungsbestand nahezu voll vermietet. Der Leerstand lag mit 2,4 Prozent leicht unter dem Vergleichswert 2017 von 2,5 Prozent.

Die Mieteinnahmen stiegen im vergangenen Jahr um gut 13 Prozent auf knapp 1,9 Milliarden Euro. Die Miete erhöhte sich auf 6,52 Euro pro Quadratmeter - das waren rund vier Prozent mehr als 2017. Gleichzeitig steckte Vonovia mit fast 1,6 Milliarden Euro rund 40 Prozent in Modernisierung, Neubau und Instandhaltung.

Weiteres Plus erwartet

Der Vonovia-Vorstandsvorsitzende Rolf Buch

Vonovia-CEO Rolf Buch. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Für 2019 erwartet Vorstandschef Rolf Buch einen Anstieg des operativen Ergebnisses auf 1,14 bis 1,19 Milliarden Euro. Für Investitionen in Modernisierung und Instandhaltung will er rund zwei Milliarden Euro ausgeben.

Wohnungsbauunternehmen wie Vonovia oder Deutsche Wohnen sind von vielen Mietern gefürchtet, haben sie doch den Ruf, ihre meist aus dem sozialen Wohnungsbau der 70er und 80er Jahre stammenden Gebäude aufwändig zu sanieren, um so die Mieten kräftig anheben zu können.

An der Börse kommt die Aktie im frühen Handel kaum voran. Händler sprachen von uninspirierenden Zahlen, ohne große Überraschungen.

lg