Vonovia-Logo vor der Unternehmenszentrale
Audio

Zukauf in Schweden Vonovia: Die besten Zeiten sind vorbei

Stand: 05.11.2019, 14:00 Uhr

Beim Immobilienkonzern Vonovia laufen die Geschäfte weiterhin hervorragend. Mehr Mieteinnahmen sorgen für steigende Gewinne. Und die Expansion geht weiter - im Ausland. Doch die Börse reagiert enttäuscht.

Von Januar bis September stieg das operative Ergebnis (FFO) um knapp elf Prozent auf 933 Millionen Euro. Dazu trugen höhere Mieten, niedrigere Finanzierungskosten sowie die Zukäufe im Ausland bei. Die Mieteinnahmen stiegen um knapp zehn Prozent auf 1,5 Milliarden Euro.

Rückenwind kam vor allen durch die Übernahmen von Buwog und Victoria Park. Die knapp 400.000 Wohnungen in Deutschland, Österreich und Schweden seien Ende September nahezu voll vermietet gewesen, die Leerstandsquote lag bei 2,9 Prozent, leicht über dem Niveau vor einem Jahr. Für Investitionen in Instandhaltung, Modernisierung und Neubau gab Vonovia im Berichtszeitraum 1,3 Milliarden Euro nach 983 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum aus.

Gute Prognose

"Wir gehen davon aus, dass sich diese positive Entwicklung im Geschäftsjahr 2019 weiter fortführen lässt und dass wir unsere Prognoseziele erreichen werden", sagte Vonovia-Chef Rolf Buch. Bei dem Jahresziel für das FFO will das Dax-Unternehmen das obere Ende der prognostizierten Spanne von 1,165 bis 1,215 Milliarden Euro erreichen. Davon sollen auch die Aktionäre profitieren, die für 2019 eine Dividende in Höhe von 1,57 Euro je Aktie bekommen sollen. Das wären 0,13 Euro mehr als ein Jahr zuvor.

Im kommenden Jahr will das Unternehmen noch mehr verdienen. Das operative Ergebnis soll 2020 auf 1,275 bis 1,325 Milliarden Euro steigen.

Zukauf in Schweden

Vonovia wächst seit Jahren mithilfe von Übernahmen. Zuletzt expandierte der Konzern auch ins Ausland. In Schweden steigt Vonovia durch die am Dienstag von der dortigen Fusionskontrollbehörde genehmigte Übernahme des Immobilienkonzerns Hembla AB zum größten Wohnungsunternehmen auf. Vonovia hatte für mehr als 1,1 Milliarden Euro knapp 70 Prozent der Stimmrechtsanteile an Hembla gekauft und wird jetzt den restlichen Aktionären ein Übernahmeangebot machen. Die Bochumer werden damit rund 38 000 Wohnungen in Schweden besitzen.

Vonovia: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
52,26
Differenz relativ
-1,77%

Die Börse reagierte enttäuscht auf die Nachrichten. Die Vonovia-Aktie ist am Nachmittag der schwächste Wert im Dax. Damit entfernt sie sich von Allzeithoch von 48,95 Euro, das die Aktie im Juni erreicht hatte.

ME/dpa/rtr