Volvo XC90

Bald zwei Volvos an der Börse? Volvo Cars: Wie man sein Geld mehr als verzehnfacht

Stand: 17.08.2018, 15:15 Uhr

Der Autohersteller Volvo Cars könnte noch in diesem Jahr an die Börse gehen. Seit der chinesische Autokonzern Geely die Schweden gekauft hat, ist der Wert der Beteiligung offenbar dramatisch geklettert.

Denn Geely kann laut der britischen Finanzzeitung "Financial Times" beim möglichen Börsengang von Volvo Cars auf eine Bewertung von rund 30 Milliarden US-Dollar hoffen. Investoren hätten mittlerweile signalisiert, dass Geely auf die gewünschte hohe Bewertung kommen könnte, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Insider. Zuvor galt der hohe Betrag, den Geely-Eigentümer Li Shufu für einen Börsengang zur Bedingung gemacht haben soll, als schwierig zu erreichen.

Geely hatte Volvo Cars im Jahr 2010 von Ford gekauft und gerade einmal 1,8 Milliarden Dollar bezahlt. Elf Jahre zuvor hatte Ford die Automarke von der immer noch börsennotierten Volvo Group übernommen, die sich auf die Produktion von LKWs und Bussen spezialisiert hat.

SUVs laufen gut

Volvo Cars startet seit einigen Jahren mit erfolgreichen und hochpreisigen SUV-Modellen wie den XC60 und den XC90 am Markt durch. Im vergangenen Jahr verkauften die Schweden 570.000 Fahrzeuge. Allerdings liegt die operative Marge mit 6,4 Prozent noch deutlich unter der von Konkurrenten wie BMW und der Daimler-Tochter Mercedes-Benz, die um die Marke von zehn Prozent liegen.

Das Unternehmen soll seine Hauptnotierung in Stockholm erhalten, wie die Zeitung weiter schreibt - womöglich mit einer Zweitnotierung an einem asiatischen Finanzplatz, voraussichtlich Hongkong.

ME