Voltabox

Einen Monat nach Börsengang Voltabox: So geht Dynamik

Stand: 13.11.2017, 09:47 Uhr

Von der Euphorie nach dem Börsengang im Oktober ist bei Voltabox nicht mehr viel geblieben. Doch es gibt Hoffnung: Der Hersteller von Batterieteilen vermeldet stürmische Wachstumsraten und stellt schwarze Zahlen in Aussicht. Das kommt gut an.

Die in den letzten Wochen unter Druck geratene Aktie - sie stürzte seit dem Börsengang am 13. Oktober von knapp 36 Euro auf zuletzt 27 Euro ab - macht am Morgen einen kleinen Freudensprung und kostet wieder mehr als 28 Euro.

Tatsächlich hat sich Voltabox in den letzten neun Monaten unerwartet dynamisch entwickelt. Der Konzernumsatz hat sich beinahe verdreifacht, schnellte von 6,86 Millionen Euro auf 16,3 Millionen in die Höhe. Diese Dynamik resultiert aus der zunehmend automatisierten Serienproduktion einsatzfertiger Batteriemodule für Gabelstapler und fahrerlose Transportsysteme.

Verluste kräftig reduziert

Gleichzeitig hat die Firma den Bau eines weiteren Prototyps für ein neu konzipiertes Komatsu-Großfahrzeug aus dem Bereich Untertage-Bergbau vorangetrieben. Erste Umsätze kamen zudem aus dem Bereich Voltaforce. Dabei geht es um Litium-Ionen-Batterien für Motorräder und Sportwagen, die herkömmliche Bleibatterien ersetzen sollen.

Dank der strikten Kostenkontrolle ist es Voltabox gelungen sein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in den ersten neun Monaten dieses Jahres deutlich zu verbessern, auf minus 252.000 Euro, nach einem Minus von 1,6 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Positives Ergebnis in Aussicht gestellt

"Die sukzessive Ausdehnung des Produktportfolios mit jeweils hoch automatisierter Serienproduktion an den Standorten Delbrück und Austin wird die Ertragslage des Voltabox-Teilkonzerns weiter verbessern", sagt Andres Klasing, Vorstand Finanzen. "Daher erwarten wir bereits im laufenden Geschäftsjahr ein leicht positives operatives Ergebnis."

Auf Basis der Ergebnisse der ersten neun Monate und der Planung für das vierte Quartal bestätigt der Vorstand seine Umsatz- und Ertragsprognose für das laufende Geschäftsjahr. Demnach soll der Konzernumsatz im laufenden Geschäftsjahr auf rund 25 Millionen Euro wachsen. Dabei wird ein leicht positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erwartet. Der Vorstand geht im laufenden Jahr von einem Investitionsvolumen in Höhe von rund sieben Millionen Euro aus.

Voltabox ist am 13. Oktober zu 24 Euro je Aktie an die Börse gekommen. Von dem Platzierungsvolumen von 151,8 Millionen Euro flossen Voltabox knapp 140 Millionen Euro zu. Der Muttergesellschaft paragon AG spülte der Verkauf der 0,5 Millionen Aktien rund 12 Millionen Euro in die Kassen.

lg