Voltabox

Neue Ziele angekündigt Voltabox: Ob das reicht?

Stand: 29.01.2018, 09:28 Uhr

Beim Börsengang im Oktober wurden Voltabox die Aktien noch aus den Händen gerissen. Doch seitdem haben die Anleger das Interesse an der Firma verloren. Jetzt macht der Batteriehersteller vollmundige Ankündigungen.

Voltabox will im laufenden Jahr seinen Umsatz mehr als verdoppeln. Das Unternehmen erwartet einen Anstieg auf 60 Millionen Euro, 120 Prozent mehr als 2017. Dabei wird eine Ebit-Marge in der Größenordnung von rund zehn Prozent angestrebt. Wesentliche Wachstumstreiber sollen die Marktsegmente Intralogistik und Bergbaufahrzeuge sein. Im Geschäftsjahr 2019 sollen die Erlöse wie bereits angekündigt auf 100 Millionen Euro ansteigen.

Damit bekräftigt die Unternehmensführung um Jürgen Pampel ihr Ziel, deutlich stärker zu wachsen als der Gesamtmarkt. Der soll um jährlich elf Prozent zunehmen.

Prall gefüllte Auftragsbücher

Basis der Prognose ist die sehr gute Auftragslage. Der kumulierte Auftragsbestand bis zum Geschäftsjahr 2022 lag zu Jahresbeginn nach Unternehmensangaben oberhalb von einer Milliarde Euro. Im Geschäftsjahr 2017 hat das Unternehmen seine vor dem Börsengang angekündigten Umsatz- und Ergebnisziele nach vorläufigen, ungeprüften Geschäftszahlen erreicht.

Demnach erwirtschaftete der Spezialist für Lithium-Ionen-Batteriesysteme in industriellen Anwendungen im Geschäftsjahr 2017 einen Konzernumsatz von gut 27 Millionen Euro (Vorjahr: 14,5 Millionen) bei einem leicht positiven Ebit. Rund zwei Millionen Euro des Gesamtumsatzes entfallen auf die Konzernmutter Paragon AG. Maßgeblich für den Wachstumssprung sei die zunehmend automatisierte Massenproduktion von Batteriemodulen für den Einsatz in Gabelstaplern und fahrerlosen Transportfahrzeugen gewesen, so Voltabox.

Aktie ist ein Trauerspiel

Am Aktienmarkt kommt die Nachricht gut an: Die Voltabox-Aktie steigt am Morgen um bis zu 7,6 Prozent auf knapp 25 Euro. Damit notiert sie wieder über dem Ausgabekurs von 24 Euro. Fragt sich nur, wie nachhaltig der Kurssprung ist. Bereits mehrfach in den letzten Monaten gaben positive Nachrichten über Großaufträge oder neue Partnerschaften der Aktie einen Schub.

Doch in der Summe kennt die Voltabox-Aktie seit der Erstnotiz am 13. Oktober 2017 nur eine Richtung: Nach unten. Seit dem Hoch bei knapp 33 Euro im Oktober stürzte das Papier bis kurz vor Weihnachten auf 22,32 Euro, sein bisheriges Tief. Seitdem dümpelt der Titel um den Ausgabekurs von 24 Euro vor sich hin.

Von den zwölf Unternehmen, die im letzten Jahr an die Börse gegangen sind, gehört Voltabox zu den wenigen Flops. Vielleicht brauchen die Anleger aber auch einfach mehr Geduld.

lg