Die Sänger des Sommerhits «Despacito», Luis Fonsi (l) und Daddy Yankee
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Überraschender Gewinnsprung Vivendi im "Despacito"-Fieber

Stand: 01.09.2017, 13:13 Uhr

Bei Vivendi spielt derzeit die Musik. Dank des Erfolgshits "Despacito", der weltweit milliardenfach heruntergeladen wurde, verdiente der französische Medienriese mehr als erwartet. Die Anleger sagen "merci".

Die Aktien von Vivendi sind am Freitag der Superstar an der Pariser Börse. Die Aktien schießen um rund sieben Prozent nach oben und notieren auf dem höchsten Stand seit zehn Wochen. Seit Jahresbeginn haben die Medientitel rund zwölf Prozent gewonnen.

Analysten der Investmentbank Barclays stuften die Aktien von Vivendi von "underweight" auf "equalweight". Gleichzeitig erhöhten sie das Kursziel von 18,50 Euro auf 20,00 Euro.

Zweistelliges Wachstum

Der Song "Despacito" von Luis Fonsi lässt beim französischen Medienkonzern die Kassen klingeln. Vor allem dank des starken Wachstums in der Musik-Sparte Universal Music legte der Umsatz im ersten Halbjahr um 7,8 Prozent auf 5,44 Milliarden Euro zu. Der Gewinn stieg um zwölf Prozent auf 320 Millionen Euro.

Der Hit "Despacito" brach alle Rekorde. Er wurde bislang weltweit mehr als fünf Milliarden Mal auf verschiedensten Plattformen heruntergeladen - so oft wie kein anderes Lied je zuvor. In den USA war der Song der erste nicht-englischsprachige Nummer-1-Hit seit mehr als zwei Jahrzehnten.

Bei Canal Plus läuft's besser

Auch das TV-Geschäft von Canal Plus erholte sich. Der operative Ergebnis-Rückgang wurde gebremst. Der Fernsehsender kämpft seit langem mit sinkenden Pay-TV-Einnahmen im Heimatmarkt.

Dank der guten Entwicklung in den ersten sechs Monaten sieht sich Vivendi auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Der Umsatz soll 2017 um mehr als fünf Prozent steigen, das operative Ergebnis (Ebita) um etwa ein Viertel, kündigten die Franzosen an. Dabei wurde der Beitrag der im Juli mehrheitlich erworbenen Werbeagentur Havas noch nicht berücksichtigt.

nb