Frau mit Telefon geht an Verizon-Schriftzug vorbei

Erwartungen knapp verfehlt Verizon nicht gut genug

Stand: 30.01.2020, 15:20 Uhr

Eigentlich lief es im vierten Quartal gut für den amerikanischen Telekommunkationsriesen. Die Börse ist trotzdem gnadenlos, denn erwartet worden war noch etwas mehr.

Die Aktie von Dow-Jones-Mitglied Verizon Communications verliert kurz vor Handelsbeginn im vorbörslichen Geschäft rund 1,4 Prozent und fällt knapp unter die Marke von 60 Dollar. Sie bleibt damit in einer Bandbreite von gut 58 bis 62 Dollar, in der sie sich schon seit dem September 2019 befindet.

Die Anleger stören sich vor allem daran, dass der Konkurrent der Telekom-Tochter T-Mobile US mit einem um Sondereffekte bereinigten Ergebnis je Aktie von 4,81 US-Dollar den Konsens für 2019 von 4,83 Dollar leicht verfehlt hat.

Viele Neukunden

Dabei hat die Nummer zwei im US-Telekommarkt im vierten Quartal so viele Neukunden angeworben wie seit sechs Jahren nicht mehr. 1,2 Millionen neue Mobilfunkverträge seien abgeschlossen worden, teilte das Unternehmen am Donnerstag in New York mit.

Der Umsatz stieg im Gesamtjahr um 0,8 Prozent auf 132 Milliarden Dollar. Wachstum gab es jedoch nur im Mobilfunkgeschäft, die Erlöse im Festnetzgeschäft gingen zurück. Für 2019 hatte sich Verizon für 2019 eine Umsatzsteigerung im niedrigen einstelligen Bereich vorgenommen.

Im Ausblick für das laufenden Jahr ist Konzernchef Hans Vestberg etwas zuversichtlicher. So soll der Umsatz im laufenden Jahr im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll zugleich um zwei bis vier Prozent steigen.

rm