Energieblitze aus einem Varta-Logo
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IPO elektrisiert die Anleger Varta setzt die Börse unter Strom

Stand: 19.10.2017, 14:39 Uhr

Der Batterie-Hersteller ist erfolgreich an die Börse zurückgekehrt. Die Aktie begann den ersten Handelstag klar über dem Ausgabekurs. Allerdings bröckelten die Kursgewinne dann etwas.

Am frühen Nachmittag notiert die Varta-Aktie bei 20,15 Euro - und damit immer noch 15 Prozent über dem Ausgabepreis von 17,50 Euro. Der erste Kurs von Varta wurde am Morgen bei 24,25 Euro festgestellt. Das war ein Plus von fast 40 Prozent zum Ausgabepreis.

Hohe Nachfrage

Wegen der hohen Nachfrage hatte Varta die Zeichnungsfrist um fast eine Woche verkürzt. Der Batteriehersteller brachte 13,3 Millionen Aktien bei Anlegern unter. Die Preisspanne von 15 bis 17,50 Euro wurde voll ausgereizt. Im vergangenen Jahr war der Börsengang von Varta noch an einer zu geringen Nachfrage gescheitert.

Der Börsengang bringt dem Unternehmen aus Ellwangen rund 233,5 Millionen Euro ein. Neben 8,6 Millionen neu ausgegebenen Aktien, deren Erlös Varta zufließt, nutzte der Alteigentümer Montana Tech Components den Börsengang zur Veräußerung von 4,74 Millionen Anteilscheinen. Der Streubesitz wird bei rund 35 Prozent liegen. Die Marktkapitalisierung liegt bei Beginn der Handelsaufnahme bei rund 669 Millionen Euro.

Erfolgreich im zweiten Anlauf

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ARD-Börse: Hörgerätebatterien ganz groß an der Börse - Anleger reißen sich um Varta-Aktien

Es ist der zweite Anlauf des Batteriekonzerns nach dem auf Eis gelegten ersten Versuch Ende 2016. Varta will von den Trends zu Energiespeichern und zur mobilen Energienutzung profitieren. Das Unternehmen hat sich inzwischen auf die Produktion von Mikrobatterien für Hörgeräte und Kopfhörer spezialisiert. Mit dem Geld aus dem Börsengang soll der Mitteilung zufolge vor allem die Produktionskapazität der deutschen Töchter ausgebaut werden.

Die traditionsreiche Varta AG war bis 2007 schon einmal börsennotiert. Das heutige Unternehmen ist aber nur ein kleiner Teil davon. Die Industriellenfamilie Quandt hatte das Geschäft mit Autobatterien an den US-Zulieferer Johnson Controls und die Haushaltsbatterien an die heutige Spectrum Brands verkauft.

nb