Energieblitze aus einem Varta-Logo
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Beide Standbeine profitabel Varta hat noch mehr Energie

Stand: 28.08.2018, 08:40 Uhr

Der Spezialist für Mikrobatterien hat ein solides Geschäftshalbjahr bilanziert. Ehemals war Varta ein traditioneller Batteriehersteller. Inzwischen hat sich das Unternehmen in gleich zwei Nischen etabliert. Und beide lieferten in den ersten sechs Monaten 2018 Gewinnbeiträge.

Der Gesamtumsatz bei Varta stieg von Januar bis Juni um zwölf Prozent auf 134 Millionen Euro. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verdiente Varta mit 25,8 Millionen Euro rund ein Drittel mehr. Unter dem Strich stieg der Nettogewinn um 28 Prozent auf 14,3 Millionen Euro und damit ebenfalls deutlich überproportional. Entsprechend stiegen zuletzt die Margen bei dem Konzern. Bezogen auf das Ebitda lag die Marge bei 19,2 Prozent, drei Prozentpunkte höher als noch im Vergleichszeitraum.

"Wearables" als Wachstumsmarkt

Das Unternehmen, das erst seit einem Dreivierteljahr an der Börse notiert, hat das traditionelle Batteriegeschäft abgespalten, ist dem Thema "Energiespeicherung" aber treu geblieben. Den größeren Teil seiner Erlöse macht Varta mit Mikrobatterien für Hörgeräte. Hier kletterte der Umsatz im Halbjahr um acht Prozent auf 108,8 Millionen Euro.

Zweites Standbein ist der Bereich Power & Energy, der zuletzt um mehr als 30 Prozent auf 24,6 Millionen Euro zulegte. Dabei beliefert Varta Hersteller von Wearables wie Kopfhörer oder Energie-Speicher mit Lithium-Ionen-Batterien. Dieser Wachstumsbereich hat im Halbjahr nun ebenfalls die Gewinnschwelle erreicht. In das Segment hat Varta zuletzt massiv investiert und strebt nach eigenen Angaben die Marktführerschaft an.

Prognose steht, Aktie auf Rekordhoch

Der Geschäftsplan für das laufende Gesamtjahr steht jedenfalls. Das Umsatzwachstum soll wie gehabt zwischen elf und 13 Prozent betragen, das bereinigte Ebitda wird zwischen 48 und 50 Millionen Euro erwartet.

Die Varta-Aktie hatte bereits am Montag vor Veröffentlichung der Geschäftszahlen kräftig zugelegt. Am Dienstag dürfte der Titel bei rund 25 Euro eröffnen. Das wäre ein neuer Rekordstand. Der Titel notiert im Prime Standard der Deutschen Börse.

AB