Start-Stop-Batterie von Varta auf einem Förderband

Neues Batteriewerk Varta im E-Auto-Fieber

Stand: 19.11.2018, 13:46 Uhr

Varta wagt sich vor. Der Batteriehersteller will in die Massenproduktion für E-Auto-Bateriezellen einsteigen. Über mögliche Partner wird noch gerätselt.

Ab dem kommenden Jahr baut der Weltmarktführer für Hörgeräte-Batterien gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut in Ellwangen eine Fertigungslinie für großformatige Batteriezellen auf, um den dominierenden asiatischen Herstellern Paroli zu bieten. Zunächst geht es um ein Forschungsprojekt, dann soll aber investiert und produziert werden.

Details zu möglichen Partnern - spekuliert wird über den US-Autobauer Ford - gab Varta nicht preis. "Wir sprechen mit vielen Marktteilnehmern und evaluieren dann unsere Chancen", sagte Varta-Chef Herbert Schein. Klar sei aber, dass Investitionen in eine Massenfertigung sehr hoch seien.

Bisher hatte sich unter den deutschen Autokonzernen und Zulieferern niemand gefunden, der diese Milliardenrisiken eingehen wollte. Daher stellte die Bundesregierung eine Anschubfinanzierung für Unternehmen von insgesamt einer Milliarde Euro in Aussicht.