Ampullen und Injektionsspritze

US-Geldspritze und Vorbestellung der Dosen AstraZeneca: Neue Hoffnung auf Corona-Impfstoff

Stand: 21.05.2020, 12:37 Uhr

Nachdem die USA bei Sanofi kein Vorverkaufsrecht bekommen haben, greifen sie jetzt beim britischen Pharmariesen AstraZeneca zu. Die Trump-Regelung bestellt 300 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs, an dem AstraZeneca tüftelt. Die Aktionäre freut's.

Das Interesse der USA am Astra-Zeneca-Impfstoff hat die Aktien des britischen Pharmakonzerns auf ein Rekordhoch getrieben. Am Nachmittag kosteten die Papiere mit 9.077 Pence so viel wie noch nie zuvor. Es war ein Plus von mehr als zwei Prozent zum Vortag.

Milliarden-Scheck aus den USA

AstraZeneca: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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102,46
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Die USA stecken bis zu 1,2 Milliarden Dollar in die Entwicklung eines Coronavirus-Impfstoffes beim britischen Pharmakonzern AstraZeneca. Zugleich bestellt die Regierung in Washington 300 Millionen Dosen des Mittels vor, wie Gesundheitsminister Alex Azar am Donnerstag mitteilte. Er hoffe, dass die ersten Dosen des Impfstoffs, der zusammen mit der Universität Oxford entwickelt wird, bis Oktober zur Verfügung stehen. Die restliche Bestellung solle bis Anfang 2021 ausgeliefert werden.

Das Geld kommt von der für biomedizinische Forschung und Entwicklung zuständigen US-Behörde Barda. Sie will die Weiterentwicklung, Produktion und Lieferung des Impfstoffes unterstützen. Das von Barda mitfinanzierte Programm sieht unter anderem auch eine klinische Studie der fortgeschrittenen Phase III an rund 30.000 Patienten sowie eine Testreihe mit Kindern vor.

AstraZeneca warnt vor verfrühter Euphorie

AstraZeneca betonte, dass es noch unsicher sei, ob der Impfstoff überhaupt wirke. Der Konzern warte noch auf Ergebnisse eines Tests im frühen Stadium in Südengland, bevor man sich mit der späten Versuchsphase befasse.

nb