händler an der New York Stock Exchange

US-Börsen droht Klage wegen Hochfrequenzhandel

Stand: 29.05.2019, 20:33 Uhr

Wegen der Bevorzugung von Hochfrequenz-Händlern drohen US-Börsenbetreibern Sammelklagen. Betroffen sind unter anderem die New York Stock Exchange und die Technologiebörse Nasdaq. Anlegergruppen, die sich benachteiligt sähen, könnten ihre Ansprüche vor Gericht geltend machen, entschied ein US-Bundesrichter am Mittwoch.

Kritiker werfen den US-Börsen die Verletzung von Gesetzen vor, in dem sie bestimmten Investoren gegen Gebühren Vorteile im Handel verschafft haben. Hierzu gehören schnellere Daten-Verbindungen und Hochleistungscomputer in den Rechenzentren der Börsenbetreiber. Im Hochfrequenz-Handel werden innerhalb von Millisekunden Hunderte oder Tausende Kauf- und Verkaufsorders abgesetzt.

Einige Investoren bezeichnen die Praxis der Börsen als Manipulation. Sie hätten dadurch Geld verloren.