Mercedes-Benz-Pkw stehen auf dem Autoterminal der BLG Logistics Group für den Export

Konjunkturschwäche Bremsspuren im US-Automarkt

Stand: 03.03.2019, 11:41 Uhr

Auf dem US-Automarkt hat es im Februar erneut kräftige Bremsspuren gegeben. Insgesamt gab es einen Rückgang von rund drei Prozent. Auch die deutschen Hersteller waren wieder davon betroffen. Vor allem SUVs sind weniger gefragt.

Mercedes-Benz verkaufte mit 21.660 12,5 Prozent weniger Autos, wie die Daimler-Oberklassemarke am Freitag mitteilte. Der Absatz von Volkswagen fiel binnen Jahresfrist um 3,6 Prozent auf 25,706 Fahrzeuge. Die Tochter Audi brachte rund zwölf Prozent weniger Autos an die Kunden.

Rund lief es dagegen erneut mit den Sportwagen der Tochter Porsche. Hier gab es mit einem Absatzplus von 10,1 Prozent den zweiten Monat in Folge einen Rekord. BMW schaffte ein knappes Plus von 0,2 Prozent.

Volkswagen VZ: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
181,76
Differenz relativ
+1,02%
BMW ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
74,33
Differenz relativ
+1,25%
Daimler: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
50,79
Differenz relativ
-0,68%

Das Wetter war‘s

Auch bei der Konkurrenz kamen die Geschäfte ins Schleudern. Nach Jahren des Wachstums ließ vor allem die Nachfrage nach SUVs nach. Händler blieben auf den sonst so beliebten Fahrzeugen vermehrt sitzen. Bei den japanischen Herstellern Toyota und Nissan gab der Absatz daher um rund fünf beziehungsweise um zwölf Prozent nach. Beim italienisch-amerikanischen Rivalen Fiat Chrysler fiel er um zwei Prozent.

Fiats US-Verkaufschef Reid Bigland machte auch das Winterwetter und zum Teil noch die Nachwehen des US-Regierungsstillstands im Zuge des Haushaltsstreits dafür verantwortlich. Analysten nannten aber auch die steigenden Zinsen als Grund für die Zurückhaltung der Autokäufer. Diese schlügen sich in höheren Monatsraten nieder.

Die beiden größten US-Autobauer, General Motors und Ford, veröffentlichen keine Monatsstatistiken mehr. Sie legen ihre Zahlen nur noch pro Quartal vor. Die Online-Seite Automotive News schätzt jedoch, dass Ford mit einem Minus von rund vier Prozent im Trend lag.

rtr