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Unternehmen, die sich neu erfunden haben Von Apple über Nokia bis Preussag

Steve Wozniak (l) und Steve Jobs an einem Computer (Archivfoto von 1976)

Apple: Vom Computerbauer...
Ursprünglich war Apple ein reiner Computerhersteller. 1976 fertigten die Firmengründer Steve Jobs und Steve Wozniak in einer Garage die ersten Apple-Computer - ohne Gehäuse und Tastatur. Acht Jahre später revolutionierte Steve Jobs mit dem ersten Macintosh die Computer-Welt.

Unternehmen, die sich neu erfunden haben Von Apple über Nokia bis Preussag

Steve Wozniak (l) und Steve Jobs an einem Computer (Archivfoto von 1976)

Apple: Vom Computerbauer...
Ursprünglich war Apple ein reiner Computerhersteller. 1976 fertigten die Firmengründer Steve Jobs und Steve Wozniak in einer Garage die ersten Apple-Computer - ohne Gehäuse und Tastatur. Acht Jahre später revolutionierte Steve Jobs mit dem ersten Macintosh die Computer-Welt.

Apple iPhone 6 und 6 Plus

... zum iPhone-Hersteller
Heute erzielt Apple nur noch einen kleinen Teil seines Umsatzes mit Mac-Computern. Das Gros der Erlöse erwirtschaftet der Konzern aus Cupertino inzwischen mit dem iPhone.

Mehr zum Thema: Apples Geschichte - alles Jobs oder was?

IBM 5150 - Erster PC der Welt

IBM: Vom Computerbauer...
Gar keine Computer mehr baut IBM. Die PC-Sparte wurde vor ein paar Jahren an die chinesische Lenovo abgegeben.

IBM Zentrale

... zum IT-Dienstleister
Der frühere Computerhersteller hat sich zum IT-Dienstleister gewandelt. IBM konzentriert sich auf lukrativere Geschäfte mit Software und dem Cloud Computing, der Datenauslagerung ins Internet.

Historisches Poster der finnischen Gummifabrik von 1905

Nokia: Vom Gummistiefel-Hersteller...
Noch radikaler war der Wandel bei Nokia. Der finnische Konzern begann einst als Papierhersteller und verkaufte Gummistiefel.

Ein Mann klebt einen Nokia-Schriftzug

... zum weltgrößten Handy-Hersteller...
In den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erfanden sich die Finnen neu und entwickelten Handys. 1998 mauserte sich Nokia zum weltgrößten Handyhersteller. Doch die zunehmende Verbreitung von Smartphones bremste die Dominanz der Finnen. 2012 stieß Samsung Nokia vom Handy-Thron.

... zum weltgrößten Netzwerk-Anbieter
2013 zog das Management die Notbremse. Die Handy-Sparte wurde an Microsoft verkauft. Nokia erfand sich nochmals neu und konzentriert sich nun auf das Telekom-Netzwerkgeschäft. Im April 2015 stieg Nokia zum Weltmarktführer in der Netzwerktechnik im Telekommarkt auf. Für 15,6 Milliarden Euro übernahmen die Finnen den französischen Konkurrenten Alcatel-Lucent. Die gemeinsame Firma heißt Nokia Corporation, Firmensitz ist Finnland.

Mehr zum Thema: Nokia - vom Gummistiefel zum Netzwerk

Werkshalle der Mannesmann Röhren-Werke in Mülheim an der Ruhr

Mannesmann: Vom Röhrenhersteller...
Auch deutsche Konzerne haben sich neu erfunden. Das spektakulärste Beispiel ist Mannesmann. Einst stellte der Industriekonzern unter anderem Röhren her.

Altes Handy mit Schriftzügen von Vodafone und Mannesmann auf dem Display

... zum Mobilfunk-Riesen
Der einstige Röhrenhersteller und Maschinenbauer wagte in den 1990er Jahren den Ausflug in die Mobilfunk-Branche. Schnell etablierte sich das Telekommunikations-Geschäft als wichtigste Sparte des Konzerns. Doch 2000 wurde Mannesmann Opfer seines eigenen Erfolgs. In einer monatelangen Übernahmeschlacht schluckte der britische Rivale Vodafone den deutschen Traditionskonzern und zerlegte ihn.

Preussag Kohlekraftwerk bei Hanau

Preussag: Vom Montan-Unternehmen...
Einen ähnlich radikalen Wandel vollzog der Mischkonzern Preussag - von der Kohleförderung über den Stahlbau bis hin zur Container-Schifffahrt.

... zum Reise-Konzern
In den späten 1990er Jahren stieg die Preussag zunehmend ins Touristikgeschäft ein. Mit dem Kauf der britischen Thomson Travel Group wurde Preussag 2000 zum größten Touristikkonzern der Welt. Zwei Jahre später war der Name Preussag Geschichte, der Konzern taufte sich in Tui um.

Kodak-Werbung 1908

Kodak: Vom Kamera- und Filmhersteller…
Eastman Kodak war einst eine der bekanntesten Marken der Welt. Gegründet wurde Kodak von George Eastman im Jahr 1880. 1884 erfindet das Unternehmen beschichtete Papierstreifen, die auf einer Rolle befestigt werden. Damit begann eine faszinierende Unternehmensgeschichte, Kodak versorgte die Kino-, Film- und Fotoindustrie jahrzehntelang mit Filmen und Kameras. Aber der Schritt in die Digitalisierung misslang. Im Jahr 2012 meldete Kodak Insolvenz an.

Kryptowährungen

… zum Druck- und Bildbearbeitungsspezialisten
Aus dem Insolvenzverfahren ging das US-Unternehmen, das wieder an der Börse gelistet ist, als Spezialist für digitalen Druck hervor. Zuletzt machte Kodak auf sich aufmerksam, weil der massiv geschrumpfte Konzern künftig auf der Krypto-Welle mitreiten will. Kodak startet eine Plattform, auf der Fotografen ihre Autorenrechte absichern und Fotos vermarkten können. Dazu nutzt das Unternehmen die Blockchain-Technologie nutzen, auf der auch die Kryptowährung Bitcoin basiert. Die Vergütung der Fotografen erfolgt in einer eigenen Kryptowährung.

Mehr zum Thema: Kodak - Selfmade ins digitale Abseits