United-Continental Airlines Flugzeug 2016

Trump beschert Gewinne satt United Continental, die Gewinnmaschine

Stand: 24.01.2018, 09:21 Uhr

Trotz steigender Spritpreise: 2017 war ein äußerst profitables Jahr für amerikanische Fluggesellschaften. Auch für United Continental, eine der führenden Airlines der USA. Sie konnte höhere Ticketpreise durchsetzen. Positiv wirkte auch Trumps Steuerreform.

Normalerweise sind steigende Spritpreise schlecht fürs Geschäft. Aber US-Airlines wie American und Delta haben in den vergangenen Jahren ihr Angebot gedrosselt, um Überkapazitäten abzubauen. Das heißt im Umkehrschluss, sie haben die Hoheit über die Preise für ihre Tickets. Auch United Continental konnte höhere Ticketpreise durchsetzen, was der Fluglinie einen überaus stattlichen Gewinnsprung von 46 Prozent im Schlussquartal 2017 bescherte. Die Trump'sche Steuerreform hat sich ebenfalls positiv bemerkbar gemacht. Unterm Strich blieben 580 Millionen Dollar Gewinn hängen, teilte die Nummer drei auf dem US-Markt gestern Abend mit. Der Umsatz erhöhte sich um 4,3 Prozent auf 9,4 Milliarden Dollar.

Continental-Aktie auf Schlingerkurs

Steigende Ticketpreise sind zwar schlechte Nachrichten für die Passagiere, aber ein Segen für Investoren. Anleger schienen daher zunächst begeistert von den aktuellen Bilanzdaten von Unied Continental. Der Aktienkurs des Unternehmens zog im nachbörslichen Handel in einer ersten Reaktion an.

Allerdings wurde man an der Börse schnell hellhörig. Denn die Fluggesellschaft kündigte an, trotz eines Preiskriegs mit Billigfliegern ihre Kapazitäten zu erhöhen. Dadurch könnten nach Ansicht von Analysten die Gewinnmargen von United Continental unter Druck geraten. Die United-Continental-Aktie brach daraufhin um mehr als sechs Prozent ein.

Analysten waren bislang eigentlich recht zuversichtlich für die US-Flugbranche - zumindest solange die Airlines ihr Angebot im Zaum halten. "Für 2018 sind wir für Airlines optimistisch, weil die Preise wegen höherer Spritkosten eher steigen und andere Produktionskosten werden wahrscheinlich auf ein historisches Tief sinken", schrieb Helane Becker, Analystin des Investmentunternehmens Cowen & Co. an ihre Kunden.

bs

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