Uniper-Logo in der Unternehmenszentrale

Mehr Dividende versprochen Uniper umarmt seine Anleger

Stand: 07.12.2017, 08:32 Uhr

Der vom finnischen Versorger Fortum umworbene Energiekonzern Uniper will seine Anleger bei der Stange halten und verspricht stetig steigende Ausschüttungen.

Bis 2020 soll die Dividende jedes Jahr im Schnitt um 25 Prozent steigen, teilte die frühere Eon-Tochter am Morgen mit. Bereits 2018 sollen 310 Millionen Euro an die Aktionäre ausgeschüttet werden, für das laufende Jahr sind, wie schon angekündigt, 250 Millionen gezahlt werden.

Für 2018 stellte der Konzern ein bereinigtes Ebit von 0,8 bis 1,1 Milliarden Euro in Aussicht. Für das laufende Jahr bekräftigte das Unternehmen einen Zielwert von 1,0 bis 1,2 Milliarden Euro.

Gut aufgestellt

Vorstandschef Klaus Schäfer betonte erneut, dass der Konzern gut aufgestellt sei. Uniper habe in den ersten zwei Jahren sein Portfolio und die gesamte Unternehmensorganisation neu ausgerichtet, sich fit gemacht durch die Senkung der Kosten und den Verkauf von Unternehmensteilen außerhalb des Kerngeschäfts.

Zudem sei die Finanzausstattung verbessert worden. Und zuletzt habe Uniper den Verkauf der Beteiligung am sibirischen Gasfeld Yuzhno Russkoye an OMV abgeschlossen. "Uniper ist bereit für eine neue Phase, in der wir nun den Blick auf einzelne Wachstumsfelder richten können," so Schäfer.

Übernahme erneut abgelehnt

Die drohende Übernahme durch die finnische Fortum lehnt Schäfer weiter ab, eine Änderung dieser Haltung war auch nicht erwartet worden. Der Vorstandschef betonte erneut, dass "Uniper als eigenständiges Unternehmen mit einem sehr vernetzten und werthaltigen Portfolio bestens aufgestellt" sei. Wachstumschancen sieht er zum Beispiel im Gasgeschäft oder beim Thema Versorgungssicherheit. "Wir werden trotz eines anhaltenden Fokus auf Europa vor allem die USA und Asien stärker als bisher in den Blick nehmen."

Der finnische Versorger Fortum will Uniper übernehmen und hat sich im Grundsatz bereits mit Uniper-Großaktionär Eon auf den Kauf von dessen 47-Prozent-Beteiligung geeinigt. Uniper fürchtet als Folge einer Übernahme um tausende Arbeitsplätze bis hin zur Zerschlagung. Vor kurzem wurde bekannt, dass nun auch der aktivistische Investor Paul Singer im Übernahmekampf mitmischt.

Eon und Uniper

Eon und Uniper. | Bildquelle: boerse.ARD.de, Grafik: boerse.ARD.de

lg