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Vermögensverwaltung leidet UBS mit Reichen-Malus

Stand: 22.01.2019, 07:49 Uhr

Die Schweizer Großbank ist von der Ebbe an den Aktienmärkten in den vergangenen Monaten deutlich erwischt worden. Vor allem die Verwaltung der Milliardenvermögen spielte zuletzt weniger Gebühren ein.

Auch vermögende Kunden wollen weniger an den Finanzmärkten investieren, wenn die Aktienmärkte im Bärenmarkt-Modus sind. Die Gebühren, die die UBS als einer der größten Vermögensverwalter einnimmt, sinken. Im vierten Quartal hatten die Marktturbulenzen vor allem das Ergebnis im Vermögensverwaltungsgeschäft und der Investmentbank gedrückt. Im Konzern schrumpfte der bereinigte Vorsteuergewinn auf 860 Millionen Dollar von 1,1 Milliarden Dollar im Vorjahresvergleich.

Und die UBS dämpfte am Dienstag gleich noch die Erwartungen an das erste laufende Quartal. Auch hier rechnet man mit schwächeren Einnahmen aus Investmentbanking und Vermögensverwaltung als bislang gedacht.

Jahresgewinn noch im Plan

Im Gesamtjahr 2018 allerdings stimmten die Zahlen noch. Der Nettogewinn kletterte auf 4,9 Milliarden Dollar. Und damit erhalten die Aktionäre auch eine höhere Dividende. Sie soll von 70 Rappen nach 65 Rappen für das Jahr davor erhalten.

Die Langzeitziele sehen die Schweizer trotz der Turbulenzen an den Kapitalmärkten nicht in Gefahr. Trotz der Entwicklung bestätigte die Bank ihre Ziele für die Jahre von 2019 bis 2021. Sie hat sich unter anderem für die Vermögensverwaltung ein Wachstum des bereinigten Vorsteuergewinns von 10 bis 15 Prozent vorgenommen.

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UBS: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Um den Kurs der Aktie zu stützen, sollen zudem weitere Aktien im Wert von bis zu einer Milliarde Dollar zurückgekauft werden. Im vergangenen Jahr waren es 750 Millionen Dollar, die die UBS in eigene Papiere investiert hatte.

Aktie mit Erholungstendenz

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Die Aktie der UBS hat, wie die gesamte Branche, ein Jahr mit deutlichen Verlusten hinter sich. Trotz der relativen Kurserholung in den vergangenen Wochen auf knapp zwölf Euro im Frankfurter Handel liegt der Titel auf Zwölfmonatssicht noch gut 27 Prozent im Minus. Damit sind allerdings die Kursmiesen nur etwa halb so groß wie bei der Deutschen Bank im selben Zeitraum.

AB