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US-Steuerreform sorgt für Belastung UBS gibt Aktionären Zucker

Stand: 22.01.2018, 08:44 Uhr

Auch die Schweizer Großbank muss Milliarden-Verluste wegen der US-Steuerreform hinnehmen. Doch das Institut blickt positiv in die Zukunft und hält Anleger durch Aktienrückkäufe und Dividendenversprechen bei Laune.

Plus acht Prozent - macht 65 Rappen pro Aktie Ausschüttung, damit dürfte der Schweizer Bankenriese seine Aktionäre schon einmal ein wenig über die Belastungen aus der US-Steuerreform hinweg getröstet haben. Zusammen mit den Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2017 lieferte die UBS am Montagmorgen aber noch eine weitere Ansage: Die Dividenden sollen auch in den folgenden Jahren im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich steigen. Zudem sollen weitere Aktienrückkäufe das Papier weiter antreiben.

Ohne Einmaleffekte: Gewinnsteigerung

Die Effekte der US-Steuerreform haben indes den Jahresgewinn deutlich belastet. Die Bank gab die Abschreibungen auf Steueransprüche, die den Gewinn im vergangenen Jahr nach unten drückten mit 2,9 Milliarden Franken an. Damit blieben mit 1,17 Milliarden Franken (990 Millionen Euro) rund 64 Prozent weniger Nettoergebnis in der Kasse. Ohne die Einmalbelastung wäre der Gewinn allerdings deutlich gestiegen.

Die UBS hat wie viele andere Institute während der Finanzkrise Verluste erlitten, die sie über Jahre geltend machen konnte, um ihre Steuerlast zu drücken. Da durch die Steuerreform in den USA die Körperschaftssteuer sinkt, fällt auch der Wert dieser Verlustvorträge.

Zuflüsse für die Vermögensverwaltung

Operativ läuft es bei der UBS weiterhin überwiegend rund, das gilt vor allem für die Vermögensverwaltung, das wichtigste Standbein des Unternehmens. Allein im vierten Quartal flossen dem Bereich 13,8 Milliarden Franken zu. Die UBS verwaltet derzeit rund zwei Billionen Franken. Und auch der Ausblick auf die wichtige Sparte lässt hoffen - auch im laufenden Jahr soll das Volumen der Gelder, die das Institut verwaltet, um zwei bis vier Prozent zunehmen.

Allerdings lassen zwei Details an den Aussagen der Bank auch im negativen Sinne aufhorchen: Einerseits schrumpfte der Gewinn des Bereichs Investmentbanking. Und zum anderen hat die UBS den Ausblick auf die bereinigte Eigenkapitalrendite leicht nach unten angepasst. Sie soll für die Jahre 2018 bis 2020 nun bei "rund" 15 Prozent liegen, zuvor hatte man stets von "mehr als 15 Prozent" bei der wichtigen Ertragsgröße gesprochen.

AB