Hand mit Beutel und

Renditeziel gekappt UBS – außer Dividende nichts gewesen

Stand: 21.01.2020, 07:11 Uhr

Die UBS schraubt ihre erst vor gut einem Jahr ausgegebenen Finanzziele bereits wieder zurück. Doch an der Dividende wollen die Schweizer weiterhin nicht sparen.

Die Dividende soll von 0,69 auf 0,73 Dollar je Titel steigen, erklärte die UBS am Dienstagmorgen. Die Dividendenrendite liegt damit bei äußerst ansehnlichen 5,6 Prozent, legt man den Schlusskurs an der New Yorker Börse vom vergangenen Freitag zugrunde.

Anleger aus der EU, die in diese Dividendenperle investieren möchten, haben es derweil nicht leicht: Seit dem 1. Juli 2019 dürfen keine Schweizer Aktien mehr an EU-Börsen gehandelt werden.

Bescheidenere Ziele

Dabei hat die UBS – abgesehen von der Dividende – Anlegern derzeit nicht allzu viel zu bieten. Konzernchef Sergio Ermotti hat am Dienstagmorgen eher ernüchternde Geschäftszahlen für 2019 präsentiert.

Wie zuvor schon der heimische Konkurrent Credit Suisse muss auch die UBS beim Renditeziel zurückrudern. Neu peilt das Institut eine Rendite auf dem harten Kernkapital von 12 bis 15 Prozent (bislang: 17 Prozent) an. 2019 erwirtschaftete das Institut einen Gewinn von 4,3 Milliarden Dollar, fünf Prozent weniger als im Jahr davor.

UBS in New York

UBS in New York. | Bildquelle: imago images / Aurora

Fondsplattform an Deutsche-Börse-Tochter verkauft

Die Schweizer Großbank UBS trennt sich zudem von einem Teil ihres Asset Managements. UBS Fondcenter, eine Fondsvertriebsplattform für Finanzdienstleister, werde mehrheitlich an die zur Deutschen Börse gehörenden Firma Clearstream verkauft, teilte das größte Schweizer Geldhaus am Dienstag mit.

Die Bank erwartet aus dem Verkauf, dessen Vollzug für das zweite Halbjahr geplant ist, einen Gewinn nach Steuern von rund 600 Millionen Dollar. Das harte Kernkapital werde sich um etwa 400 Millionen Dollar erhöhen.

ag