Uber Taxi
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Die Börse ist nicht zufrieden Uber: Umsatz und Verlust steigen stark

Stand: 05.11.2019, 08:25 Uhr

Wachstum bestimmt beim Fahrdienstvermittler Uber das Bild - in jeder Hinsicht. An der Börse kommt das nicht so gut an.

Unter dem Strich ergab sich in den drei Monaten bis Ende September ein Minus von 1,2 Milliarden Dollar. Vor einem Jahr hatte der Fehlbetrag 986 Millionen Dollar betragen. Der Umsatz kletterte indes um 30 Prozent auf 3,8 Milliarden Dollar. Uber verfügte zum Ende des Quartals noch über Barmittel von 12,7 Milliarden Dollar.

So weit so mittelprächtig. Doch die Anzahl der monatlich aktiven Nutzer - die sowohl Fahrgäste als auch jene Kunden umfasst, die über Uber Essen bestellen - legte lediglich um 26 Prozent auf 103 Millionen zu. Hier hatten Experten mit deutlich mehr gerechnet. Auch das gesamte Buchungsvolumen - Ubers Einnahmen vor Abzug des Anteils für Fahrer sowie Gebühren und Rabatten - blieb mit einem Zuwachs um 29 Prozent auf 16,5 Milliarden Dollar unter den Prognosen. Diese beiden Kennzahlen werden vor der Wall Street besonders stark beachtet.

Aktie verliert

Die Uber-Aktie brach daher im nachbörslichen Handel um 5,5 Prozent auf 29,37 Dollar und liegt damit deutlich unter ihrem Niveau vom Börsengang von 45 Dollar.

Investoren beeindruckte es wenig, dass Uber-Chef Dara Khosrowshahi in der obligatorischen Konferenzschalte nach Vorlage der Quartalsbilanz mehr Kostenkontrolle versprach und einen bereinigten Gewinn für das Jahr 2021 in Aussicht stellte. Auch die Ankündigung, man werde sich aus Märkten zurückziehen, in denen man in den kommenden 18 Monaten nicht die Nummer eins oder Nummer zwei wird, fruchtete nicht.

Uber Eats

Uber Eats. | Bildquelle: picture alliance / NurPhoto

Uber versucht, Kunden davon zu überzeugen, mehr Dienstleistungen von Uber zu nutzen. Dazu gehören unter anderem das Leihen von Fahrrädern und Rollern sowie die Lieferung von Lebensmitteln.

Viele neue Uber-Aktien

Bereits am morgigen Mittwoch könnte die Aktie weiter unter Druck geraten. Denn dann läuft einen Verkaufssperre für einen großen Teil der Aktien aus. Die Zahl der handelbaren Uber-Aktie wird sich dadurch fast verdoppeln.

Neue Probleme warten auf Uber im kommenden Jahr. Dann soll in Kalifornien ein Gesetz gelten, laut dem Unternehmen wie Uber die bisher unabhängigen Mitarbeiter als eigene Arbeitnehmer anstellen muss. Die Kosten dadurch um bis zu 30 Prozent steigen - befürchten Analysten.

ME/dpa