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Mega-IPO rückt näher Uber rast im April an die Börse

Stand: 15.03.2019, 08:03 Uhr

Es könnte einer der größten Hightech-Börsengänge der Geschichte werden: Voraussichtlich im April will der "Taxi-Schreck" Uber an die Börse rauschen. In Kürze soll die Roadshow beginnen.

Im April will Uber seine Aktien öffentlich anbieten, berichtete am Freitag die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider. Der Fahrdienstvermittler wird mit bis zu 120 Milliarden Dollar bewertet. Zum Vergleich: Daimler und VW sind an der Börse derzeit zusammen rund 128 Milliarden Dollar wert.  

Kommt Lyft als erster?

Die Börsenpläne dürften wegen Lyft beschleunigt worden sein. Der Uber-Konkurrent hatte Anfang März seinen Börsenprospekt veröffentlicht. Nach Informationen des Silicon-Valley-Branchendienstes "The Information" strebt Lyft einen Erlös von ein bis drei Milliarden Dollar bei einer Gesamtbewertung zwischen 20 und 25 Milliarden Dollar an.

Uber und Lyft liefern sich eine Art Wettrennen beim Börsengang. Insider rechnen damit, dass Lyft noch kurz vor Uber sein IPO durchzieht.

Noch steckt Uber tief in den roten Zahlen

Uber-Chef Dara Khosrowshahi muss nun Investoren überzeugen, dass der Taxi-Konkurrent den Weg aus den roten Zahlen findet. Im dritten Quartal fiel ein Verlust von 1,1 Milliarden Dollar an. Das war ein Fünftel mehr als im zweiten Quartal, allerdings auch gut ein Viertel weniger als im Jahr zuvor. Zu schaffen machte dem Unternehmen, das in mehr als 70 Ländern tätig ist, zuletzt vor allem aber, dass Umsatz und Buchungen nicht mehr so rasant wachsen wie noch im Vorjahr.

Auf dem Weg zum "Amazon des Transports"

Uber will künftig über  das reine Fahrdienst-Geschäft hinauswachsen und zum "Amazon des Transports" werden. So plant das Unternehmen den Einstieg ins Logstik- und Cargo-Geschäft. Außerdem sollen Pendler kündig verschiedene Verkehrsmittel über eine zentrale Smartphone-App buchen.

Darüber hinaus forciert Uber seine Pläne fürs autonome Fahren. Eine Gruppe von Geldgebern will angeblich mehr als eine Milliarde Dollar in die Selbstfahr-Sparte des Fahrdienst-Vermittlers investieren, meldete kürzlich das "Wall Street Journal".

nb