Uber-Logo und amerikanische Flagge

Teuer, teuer Uber muss Milliarden abschreiben

Stand: 17.04.2020, 14:55 Uhr

Beim Fahrdienstvermittler Uber schlägt die Corona-Pandemie finanziell voll durch. Das Unternehmen schreibt ziemlich viel Geld ab und zieht seine Prognose zurück.

Uber rechnet damit, dass das Minus im abgelaufenen Quartal beim bereinigten operativen Ergebnis um 1,9 Milliarden bis 2,2 Milliarden Dollar höher als bislang angenommen ausfallen dürfte. Grund sind Abwertungen von Firmenbeteiligungen in der Bilanz. Uber hält Anteile an diversen Fahrdiensten und Essenslieferplattformen wie Grab, Yandex oder Didi. Ende 2019 wurde der Gesamtwert der Beteiligungen mit fast zwölf Milliarden Dollar veranschlagt.

Bisher hatte Uber einen Rückgang auf minus 1,25 bis minus 1,45 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt - nach minus 1,1 Milliarden im Schlussquartal und minus 2,7 Millionen im Gesamtjahr 2019.

Zudem kündigte Uber an, dass ein Hilfsprogramm für Fahrer und Lieferanten, die unter der Krise leiden, die Erlöse im vergangenen und laufenden Quartal belastet. Uber will diese Ausgaben quasi als "negativen" Umsatz verbuchen.

Prognose ist Makulatur

Uber Taxi

Uber. | Bildquelle: picture alliance / NurPhoto

Der Konzern aus San Francisco zieht seine Jahresprognose für 2020 zurück. Es sei unmöglich, derzeit vorherzusehen, wie sich die Pandemie auf das Finanzergebnis auswirken werde, teilte das Unternehmen mit.

Angesichts der Ausgangssperren, geschlossener Läden und Fabriken nutzen derzeit weniger Menschen rund um den Globus den Fahrdienst. Details zu den Auswirkungen im ersten Quartal will Uber am 7. Mai veröffentlichen.

In Deutschland konkurriert Uber mit dem Taxi- und Mietwagen-Vermittler Free Now (früher "mytaxi"), der bereits ein Sparprogramm wegen des Nachfrageeinbruchs angekündigt hat.

ME/dpa/rtr